Karnevals - Gesellschaft

K Ü Z E N G A R D E

Oberdollendorf 1950 e. V.

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50 Jahre Küzengarde im Rückblick  

Nach den Aufzeichnungen von Jean Assenmacher und Günther Steeg.

Sieht man sich die 50 Jahre Vereinsgeschichte an, so wird man nicht umhinkommen, sein besonderes Augenmerk auf die Anfänge zu richten. Hier liegt der Ursprung des Vereinslebens und auch das besondere Interesse aller Vereinsmitglieder. Sie kennen., bis auf noch drei lebende Zeitzeugen, die Gründungsphase nur noch aus den Erzählungen und der Niederschrift anlässlich des Silbernen Jubiläums.

Diejenigen, denen diesesmal die Aufgabe zukam den Rückblick zu halten, waren sich dem bewusst und deshalb sind die letzten 25 Jahre der Vereinsgeschichte deutlich kürzer abgehandelt worden.

Dabei war auch zu berücksichtigen, dass sich das Vereinsgeschehen soweit stabilisiert hatte, das nach den stürmischen Anfangsjahren in ruhigeres , aber nicht schlafmütziges, Fahrwasser gewechselt wurde. Das Vereinsjahr hat seit dieser Zeit seinen festen Rahmen und alle Mitglieder freuen sich auf die einzelnen Veranstaltungen.

Sessionseröffnung zum 11.11. d. J.

Orden- und Ehrenabend

Große Prunksitzung

Sitzung für die Senioren von Dollendorf

  (gemeinsam mit der KG "Fidele Ströpper,Römlinghoven  und der KG Me brängen et fädig, Niederdollendorf)

Sitzung der I:G: Dialyse e.V., Troisdorf

Karneval für den Kindergarten und die Grundschule auf dem Schnitzenbusch

Karnevalsumzug Römlinghoven und Oberdollendorf

(gemeinsam mit der KG "Fidele Ströpper, Römlinghoven)

Siebengebirgszug

Jahreshauptversammlung

Frühtour

Ausflug des Vorstandes und des Elferrates

 

Aber wir wollen Sie, lieber Leser, nicht weiter auf die Folter spannen und Ihnen auf den nächsten Seiten einen Rückblick auf die zurückliegenden Fünfzig ereignisreichen Jahre bieten.

 

Echte Fröhlichkeit ist eine meist angeborene Tugend und deshalb nur schwer zu erlernen. Wohl dem also, dessen Ahnen vorwiegend heiter durchs Leben gingen. Oberdollendorf aber wäre kein rheinischer Ort, wenn hier nicht Humor, Festfreude und auch manchmal Ulk zu ihrem Recht kämen. Wo an den Berghängen seit über einem Jahrtausend die Reben wachsen und jährlich neuer Wein dem Zecher entgegenreift, darf es wohl auch nicht anders sein.

 

Kirmes und Winzerfeste, nicht zuletzt auch die vielen internen Veranstaltungen der Traditionsvereine spiegeln seit eh und je die Lebensfreude der Bevölkerung wieder. Selbst die populären Pfarrgrößen, St. Laurentius und St. Sebastianus, akzeptieren notgedrungen die beschwingte Fröhlichkeit, denn sowohl Kirmes wie Bruderschaft, Sänger und andere rührige Gemeinschaften standen schon in enger, freundschaftlicher Beziehung zu Weinbauern, Lebenslust und Rebensaft.

 

Die Dorfgemeinschaften waren gewissermaßen auch schuld, dass sich im Ort erst spät eine Karnevalsgesellschaft entwickelte. Man feierte eben zu gegebener Zeit lieber den vereinsinternen "Fastelovend" im kleinen Kreise und amüsierte sich trotzdem königlich dabei. Die alten Protokollbücher der Vereine wissen eine Menge darüber zu berichten. Kein Wunder, dass auf diese Weise die meisten "Jecken"voll zu ihrem Recht kamen und kein Verlangen nach einer sachbezogenen Gemeinschaft verspürten.

 

Eigentlich war es die Kolpingfamilie Oberdollendorf, die Ende der vierziger Jahre zur Brutstätte der späteren "Küzengarde" wurde. Wie die meisten Ortsgemeinschaften, so betrieben mit dem Ende des Krieges und dem Einzug der "Normalität" auch die Kolpingssöhne ihre Vereinsarbeit bereits wieder in altgewohntem Umfange. Dazu gehörten gesellige Abende, Karnevalsveranstaltungen, Vorträge und sogar einige heitere Theateraufführungen. Es blieb nicht aus, dass sich in diesem Spielkreis jene Leute zusammenfanden, die schon vom Naturell her der heiteren Seite des Lebens sehr zugetan waren.

 

Der Zustand dauerte rund zwei Jahre. Dann begannen die Oberdollendorfer Bürger, Karl Schmitz und Jean Assenmacher, an der Gründung eines neuen Vereins zu basteln, der die Belange des Karnevals in vollem Umfange wahrnehmen sollte. Die Überlegung der beiden fanden in der damaligen Gaststätte der Geschwister Weber (heute Bauernschenke) statt. Man wollte versuchen, im persönlichen Gespräch weitere Interessenten zu werben, um mit ihnen später in einer diesbezüglichen Versammlung das Für und Wider einer Karnevalsgesellschaft zu erörtern.

Die Suche nach weiteren Freunden des rheinischen Fastelovends verlief diesmal erfolgversprechend. Die beiden Initiatoren verfassten dann folgenden ersten Aufruf:

 

Einladung

 

zur Gründung einer Karnevalsgesellschaft in Oberdollendorf.

 

Wir laden Sie hiermit zu der Gründungsversammlung einer Karnevalsgesellschaft in Oberdollendorf herzlich ein. Die Versammlung findet statt am 06. Mai 1950 – 20.30 Uhr in der Gastwirtschaft der Geschwister Weber.

 

Wir wollen durch diese Gründung erreichen, dass die bisher verstreuten humoristischen Kräfte des Ortes zusammengefasst werden, um damit unserem Dorf zur Karnevalszeit und zur Sommerzeit (zur Hebung des Fremdenverkehrs) etwas Besonderes zu bieten.

 

Zweifellos war die Angelegenheit für die Einlader Neuland. Vermutlich gerieten deshalb die Mitteilungen ohne Unterschrift an die Adressen der ausgesuchten Karnevalsfreunde. Zum angesetzten Zeitpunkt haben sich dann folgende Bürger in der Gastwirtschaft der Geschwister Weber eingefunden:

 

Die Damen:

Käthe Arenz Katharina Trachbrod Christel Osterritter Gerti Half

 

Die Herren

Karl Schmitz Jean Assenmacher Hans Hüsgen Fritz Mella

Ludwig Welter Theo Potthast Günther Steeg Alfred Nolden

Johann Geurtz Willy Bonn Karl Winzen Stephan Meilchen

Karl Schneider Severin Decker Franz Josef Flink

 

entschuldigt hatten sich:

 

Christine Kessler Karl Homfeld Hannes Schmitz Paul Peise und

Heinrich Grotgans.

 

Mit diesen 24 Damen und Herren war der Kreis der eigentlichen Vereinsgründer festgelegt.

 

Mit dem Entschluss, alle verfügbaren Kräfte zu mobilisieren und mit ihnen künftig orts- und heimatbezogenen Programme zu erstellen, wurde schließlich die Gesellschaft als gegründet erklärt.

 

Der Vorstand der Gesellschaft sollte sich wie folgt gestalten:

1. Vorsitzender Präsident und 2. Vorsitzender Schriftführer Kassierer und drei Beisitzer.

 

Der Mitglieder-Jahresbeitrag wurde auf 5,00 DM festgesetzt.

 

Nur sieben Tage später, am Samstag, dem 13. Mai 1950, versammelten sich die Mitglieder der neu gegründeten Karnevalsgesellschaft von Oberdollendorf erneut in der Gaststätte der Geschwister Weber. In Ermangelung eines 1. Vorsitzenden übernahm Fritz Mella die Leitung und konnte folgende 10 neue Mitglieder begrüßen:

 

Änne Hüsgen Jakob Laufenberg Willi Meyer Gottfried Müller

Hubert Krupp Wilhelm Nolden Josef Schöster Peter Bonn

Fred Zeltwanger Hillarius Wimmerroth.

 

Bis zum Ende der Versammlung traten zwei weitere Mitglieder ein, nämlich

 

Peter Meurer und Franz Richarz.

 

Damit umfaßte die junge Gesellschaft gleich zu Beginn 36 Mitglieder, ein Beweis, wie wohlwollend man die Angelegenheit einstufte.

 

An diesem Abend wurde dann auch ein kompletter Vorstand gewählt. Er setzte sich wie folgt zusammen:

 

1. Vorsitzender Jakob Laufenberg

Stellvertreter Hans Hüsgen (Kandidat für das Präsidentenamt)

Schriftführer Willy Bonn

Kassierer Willi Meyer

Literat Jean Assenmacher

Beisitzer Günther Steeg (zugl. 2. Schriftführer)

Beisitzer Karl Winzen (zugl. 2. Kassierer)

Beisitzer Christel Osterritter

Beisitzer Johannn Geurtz

Beisitzer Fritz Mella

Beisitzer Hillarius Wimmeroth

 

Zur eigentlichen Entwicklungsphase der Gesellschaft ist die Zeit bis Silvester 1950 unbedingt hinzuzurechnen, denn im Rahmen von vielen Vorstandssitzungen wurden Dinge geplant und beschlossen, die von richtungsgebender Bedeutung waren. Die erste Vorstandssitzung am 22.06.1950 beschäftigte sich zunächst einmal mit dem Namen der Gesellschaft. Von etlichen Vorschlägen blieben schließlich "Kuezejunge" und "Kuezebuure". Um dem Namen jedoch mehr karnevalistisches Niveau zu verleihen, einigte man sich am Ende auf "Kuezengarde". Die Schreibweise wurde dann später in "Küzengarde" abgeändert. Ansonsten brachte die erste Vorstandssitzung bereits konkrete Vorschläge für das Programm der anlaufenden Session. Danach waren vorgesehen,: Die Eröffnungssitzung an Silvester 1950, eine weitere Sitzung im Januar 1951, ein Maskenball am 4. Februar 1951 und ein Sommerfest Mitte des Jahres.

 

Die Ereignisse überschlugen sich in der Anfangsphase. So wurde u.a. Christel Osteriter zur ersten Protokollarin ernannt. Am 31. August 1950 wurde dann in einer Wahl der Präsident gekürt. Entgegen den Erwartungen wurde nicht Hans Hüsgen, sondern Johann Geurtz gewählt., der in der KG der Kolpingfamilie das Amt des Schultheiß innehatte. Hans Hüsgen zeigte sich als fairer Verlierer und erklärte spontan, mit seiner ganzen Kraft zum Wohle der Gesellschaft mitzuwirken.

 

Außerdem hat man an diesem Tag die Vereinsfarben bestimmt. Es sind:

 

Grün und Silber

 

Am 12. Oktober 1950 standen die Namen des ersten Elferrates fest. Neben dem Präsidenten waren dies die Herren:

 

Josef Schöster Peter Meurer Karl Winzen Paul Nolden

Fritz Mella Hans Hüsgen Peter Bonn Günther Steeg

Peter Kolling und Jakob Laufenberg.

 

Gleichzeitig lief die Suche nach zwei Anführdamen (Küzenmariechen) auf Hochtouren. Deren Aufgabe war das Anführen des Elferrates beim Einmarsch und das Hereinführen der jeweiligen Büttenredner. Die Suche war erfolgreich und es wurden für diese Aufgabe gewonnen:

 

Frau Marlies Arenz und Frau Gisela Schmitz.

 

Die Küzengarde war anfangs nicht auf Rosen gebettet. Das Gebot der Stunde hieß also sparen. So einigte man sich jahrelang auf Katalogorden mit aufgesetztem Emblem der Küzengarde. Im ersten Jahr wurden 50 Orden für 170,00 DM erworben. Uniformröcke waren noch nicht erschwinglich. Man begnügte sich mit dem schwarzen Anzug, an dem nur die Aufschläge mit grüner Seide und Silberkordel abgesetzt waren. Eine Präsidentenkette stellte die Ordensfirma leihweise zur Verfügung.

 

Heute kann jeder diese Kette bewundern. Sie wird von dem amtierenden Senatspräsident z.B. anläßlich der Seniorensitzung getragen.

 

Nur die Mützen hatten damals Prunkformat, die meisten wurden von den Elferratsmitgliedern finanziert und dann der Gesellschaft als Eigentum überlassen.

 

"Do it your selve" blieb noch lange die selbstverständliche Forderung. Zum Glück hatte die Gesellschaft gleich zu Beginn in Willy Bonn, Peter Bonn, Jean Assenmacher, Heinrich Limbach und Jakob Laufenberg eine beachtliche Truppe an fähigen Malern, Dekorateuren und Tischlern aufzuweisen. Folglich entstand die gesamte Saalausschmückung in eigener Regie. Dabei präsentierte sich die Bühne im Saal der "Dollendorfer Lichtspiele" in ihrer Dekoration mit romantische Fachwerkhäusern, zwischen denen der Platz eines jeden Elferratsmitgliedes mit einem eigenwilligen Ulkwappen geschmückt war.

 

Selbst die Mariechen, Marlies und Gisela, trugen aus Pappe, Leim und Flitter gebastelte Kopfbedeckungen.

 

Dann kam der plötzliche Verzicht von Johann Geurtz auf das Präsidentenamt. Ohne zu zögern übernahm Hans Hüsgen den frei gewordenen Sitz, musste aber nun sein, erst kürzlich von C. Osteritter übernommenes, Amt des Protokollarius an Jakob Laufenberg weitergeben. Der amtierende Präsident der Küzengarde aber war damit für längere Zeit gefunden.

 

Eine kleine Generalprobe im Kreise der Mitglieder erfolgte für die vereinseigenen Redner und Sänger anläßlich des Karnevalsauftaktes zum 11. im 11. des Jahres 1950 im Lokal "Bürgerverein" zu Oberdollendorf. Christel Osteritter, Jean Assenmacher, Peter Bonn, Karl Winzen und Günther Steeg versuchten sich dabei in der Bütt.

 

Dann kam der Abend der Wahrheit und er wurde ein voller Erfolg. Die Besucher spürten förmlich den Idealismus, mit dem die Aktiven zu Werke gingen. Das gewagteste war aber zweifellos der Verzicht auf auswärtige Kräfte. Pünktlich um 20.11 Uhr begann ein Programm abzulaufen, in dem nur Mitglieder der Dollendorfer KG "Küzengarde mitwirkten. Im einzelnen sah es so aus:

Ansprache des Vorsitzenden Jakob Laufenberg

Einmarsch des Elferrates

Begrüßung durch den Präsident Hans Hüsgen

Närrisches Protokoll durch Paul Nolden

"Der Feuerwehrmann" Peter Kolling

"Ein Gläschen Wein...." gesungen von Karl Winzen

"Hä on sing Pänz" Jean Assenmacher

"Der rasende Reporter" Günther Steeg

"Die Moritat" gesungen von Christel Osteritter und Katharina Trachtbrodt

 

P a u s e

 

Einmarsch des Elferrates

gemeinsames Lied " Du sollst mich lieben für drei tolle Tage.."

"Die Verkäuferin" Christel Osteritter

"Ene Verdötschte" Paul Nolden

"Der Gemeindediener Paul Peise

Ein bekannter Schlager gesungen von Josef Kolling

"Der Neuzüchter" Peter Bonn

"De fuule Anstricher" Jean Assenmacher

 

Mit diesem tollen Programm war die Oberdollendorfer Karnevalsgesellschaft schlagartig ein Begriff geworden.

Der erste Elferrat 

v.l. M.Arenz,K.Winzen,W.Bonn,P.Nolden,P.Meurer,H.Hüsgen,J.Laufenberg,J.Schöster,H.Limbach.P.Kolling,G.Steeg,G.Schmitz

Seit der Gründung waren bis zu diesem Tag 239 Tage vergangen. Die junge Gesellschaft schien auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Die Sitzungen in den nachfolgenden Jahren blieben zweifellos die Paradeveranstaltungen der Gesellschaft. Obwohl Silvester als Veranstaltungstermin immer etwas gewagt schien, hatten gerade diese Sitzungen einen großen Zulauf zu verzeichnen. Bis 1956 lachten sich zahlreiche Besucher im Kinosaal der Bauernschenke mit der fröhlich entfesselten Kürzengarde über die Jahreswende. Dann wurde aus der Silverstersitzung ein Masken und Kostümball.

 

Lange Zeit wurden regelmäßig drei reguläre Sitzungen durchgeführt. Hinzu kam die Veranstaltung an Weiberfastnacht.

 

Aber auch ihre soziale Verpflichtung gegenüber den Mitbürgern ist in der jungen Gesellschaft keine Frage gewesen. Ihr oberstes Motto war "Freude schenken". Aus den geringen Erlösen ihrer Veranstaltungen stellte sie bereits 100,00 DM (1950) zur Unterstützung von Dollendorfer Bürger zur Verfügung. Weiterhin hat sie die Fahrten der Kriegsversehrten unterhaltsam gestaltet. Auch trat sie dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge als unterstützendes Mitglied bei.

 

Eine weitere Debatte beschäftigte in den Anfangsjahren die Herren des Elferrates, die sich dann 1952 dazu entschlossen grün-weiße Uniformröcke anzuschaffen.

 

Auch wurde erstmals das närrische Protokoll von einem Quartett – Christel Osteritter, Gerti Schuster, Änne Siebel und Peter Kolling – gesungen.

 

Neu war auch eine erste auswärtige Sitzung in Heisterbacherrott. Zu dieser Zeit rückten bereits Mitglieder ins närrische Rampenlicht, denen die KG neben den Damen und Herren der ersten Stunde vieles zu verdanken hat : Peter Reuter wurde Elferratsmitglied für den ausscheidenden Heinrich Limbach; Toni Weber, der Beisitzer wurde und den Posten des Regisseurs übernahm. Im Jahre 1953 wurde er 2. Schriftführer.

 

Das Jahr 1953 brachte nicht viel Neues. Die Vereinssatzung sah nun vor, dass der Präsident gleichzeitig 2. Vorsitzender war.

 

In dieser Zeit war den Küzen die Bezeichnung "Anführdame" viel zu steif und zu förmlich, um das Wesen jener Mädchen wiederzugeben, die während der Sitzungen den Elferrat auf die Bühne und die Vortragenden in die Bütt zu begleiten hatten. Man wandelte sie einfach in "Küzenmariechen" um. Die ersten Mariechen, und es sei nochmals erwähnt, waren Karnevalistinnen der ersten Stunden und es handelte sich um die Damen Marlies Arenz und Gisela Schmitz. Ihnen folgten bis ins Jahr 1956 die Damen Elly Tillmann, Gina Schneider und Annemie Grotgans.

 

Aber der Wandlungsprozess war noch nicht ganz vorbei. Aus dem Küzenmariechen wurde im Rahmen des vereinseigenen Tanzkorps ein echtes Tanzmariechen und an Silvester 1955 konnte die KG den staunenden Närrinen und Narren das "staatse" grün-weiße Korps präsentieren. Mit dem Tanzoffizier Heinrich Ließem trat auch ein Karnevalsfreund auf der Bühne in Erscheinung, der auch 15 Jahre später noch als "Hilfsschüler" und Protokollarius im Rampenlicht stand. Ganze acht Jahre galt zunächst aber sein Einsatz der Korpstruppe und ihrer Marie. Während dieser Zeit waren seine Partnerinnen:

Gisela Dauth, Renate Segschneider, Wally Kuska, Siegried Nolden.

 

Nach seinem Rücktritt als Tanzoffizier stand Heinrich Ließem der Truppe noch zwei Jahre als Kommandant vor.

 

Den eigentlichen "Knubbel" aber bildeten die Gardisten. Als "Erstlinge" glänzten:

Josef Schneider, Theo Körner, Toni Hommer, Heinz Bürder,

Willi Schmitz, Martin Schwarz, Willy Arenz, Kik Kurenbach.

 

Die Unterhaltung des Korps kostete natürlich Geld. Die Gesellschaft beschloss deshalb, bei auswärtigen Auftritten auf 30,00 DM festzusetzen.

 

Als Siegrid Nolden und Heinrich Ließem 1964 als Tanzpaar zurücktraten, übernahmen die Karnevalsfreunde Doris und Walter Bannert diese Ämter. Es war jedoch vorauszusehen, dass es eines Tages zu Schwierigkeiten kommen mußte, denn in einem relativ kleinen Ort wie Oberdollendorf ist das Angebot an willigen, begabten Nachwuchsgardisten einfach zu klein. Hinzu kamen Überlegungen finanzieller Art sowie nachlassender Idealismus. Das alles bewog die Verantwortlichen, das Küzenkorps nach rund 10 Jahren Bestand aufzulösen.

 

Schon in der Generalversammlung am 10. März 1956 rückte Peter Reuter als "Vize" neben den amtierenden Präsidenten. Reuter sollte gelegentlich einen Teil der Sitzung leiten, um sich allmählich in diese Aufgabe hineinzuleben. Hans Hüsgen war jedoch zu dieser Zeit noch so vital und tatkräftig im Karnevalsgeschehen, dass ihm ein echter Einsatz seines "Vize" nicht notwendig schien. Dieses Versäumnis brachte die Küzengarde 1963 fast in eine Notlage, denn als Hans Hüsgen überraschend starb, war Peter Reuter gezwungen, sozusagen ungeübt ein sehr schweres Amt zu übernehmen.

 

Etwa zur gleichen Zeit legte auch Jakob Laufenberg aus gesundheitlichen Gründen den Vereinsvorsitzsitz nieder. Sein Nachfolger wurde Karl Winzen. Man muss diese Zeit der Umgruppierung erlebt haben, um zu wissen, welche Anstrengungen damit verbunden waren. Hinzu kam noch, dass plötzlich der Saal der Bauernschenke nicht mehr zur Verfügung stand. Neues Domizil wurde der fast schon historische Saal Broel-Blöser.

1975 Siebengebirgszug zum 25-jährigen

v.l. Paul Nolden, Peter Reuter jun., Präsident Peter Reuter, Vorsitzender Horst-Walter Brohl, Hans Blesgen

Die Zeit des damaligen Führungswechsels bedarf in den Aufzeichnungen eigentlich mehr als nur ein paar Zeilen, denn sie war sicherlich riskant und stellte viele Karnevalsfreunde vor ungewohnte Situationen. Um so mehr aber ist das Einfühlungsvermögen der "beiden Neuen", der Herren Peter Reuter und Karl Winzen, zu bewundern. Präsident Peter Reuter appellierte in diesen Stunden nicht vergeblich an die aktiven Mitglieder, nun erst recht alle Kräfte zu mobilisieren. Es galt, das nicht zuletzt durch den verstorbenen Präsidenten Hans Hüsgen Erreichte zu erhalten und womöglich zu Wohle der treuen Anhänger weiter auszubauen.

 

Sowohl Peter Reuter, auch Karl Winzen sahen ihre neue Aufgabe als Hobby-Berufung an. Sie wären jedoch vermutliche gescheitert, wenn nicht neben den restlichen "Alten" eine zweite bereits aufgerückte etwas jüngere Gruppe voll und ganz hinter ihnen gestanden hätte. Zu diesen Mitgliedern gehörten schon seit einigen Jahren Josef Pieker und Willibald Otto, sowie die unermüdlichen Handwerker im Elferrat, Peter Keppelstraß und Hans Blesgen. Sie sollen vorerst einmal stellvertretend für viele weitere Freunde stehen, die im Laufe der nachfolgenden Zeit maßgeblich mithalfen, das Narrenschiff über die wogende See zu steuern. Und die Mühe war nicht umsonst.

 

Bis zur Jahrtausendfeier von Dollendorf im Jahre 1966 hatte sich die KG Küzengarde nicht nur ihren guten Ruf erhalten, sondern ihn noch weiter ausgebaut. Sie war wieder volkstümlich und ortsverbunden wie in den besten Zeiten. Die Jahrtausendfeier sah schließlich einen Siebengebirgszug der Karnevalisten aus den beiden "Dollendorf`s", der von Fritz Pütz als Prinz, Karl Winzen als Adjutant und Peter Reuter als Zugleiter angeführt wurde. Dieser farbenfrohe Umzug wurde eine echte Werbung für den Karneval in unserer engen Heimat.

 

Peter Reuter führte auch die Besuche im Kindergarten, im Altenheim und in Schule ein.

 

Orden und Ehrenzeichen sind in diesem Bericht nur kurz erwähnt. Aber es sollte an dieser Stelle unbedingt darauf hingewiesen werden, dass durch Jean Assenmacher ein vereinseigener Orden gestiftet wurde, den verdiente – und dies im wahren Sinne des Wortes – mitarbeitende Mitglieder verliehen bekommen können.

 

Die Auszeichnung erhielt die Bezeichnung: Last not Least

 

Erstmals wurde dieser Orden 1969 verliehen. Die Liste der Ordensträger finden Sie an anderer Stelle in dieser Zeitung.

 

Was wäre eine Karnevalsgesellschaft ohne ein Senatorenkorps? Diese geachteten und meist aufgrund langer Zugehörigkeit geehrten Damen und Herren sind in der Regel der moralische sowie fördernde Rückhalt der närrischen Gemeinschaft. So auch in der Küzengarde Oberdollendorf. Als erster Senator wurde Josef Haller benannt. Ihm folgten unter ihrem Präsidenten Karl Schmitz in den nächsten Jahren weitere treue und uneigennützige Korpsmitglieder, denen das Wohl der Gesellschaft am Herzen liegt.

 

Die Anfangsjahre brachten, wie bereits oben erwähnt, eine Vielzahl vereinseigener Redner und Akteure hervor. Es kann und soll hier nicht jeder Redner aufgeführt werden, aber an einige sollte stellvertretend für alle die vielen Anderen erinnert werden:

Christel Osteritter, Jean Assenmacher, Fritz Mella, Karl Winzen, Günther Steeg

Peter Bonn, Paul Peise, Peter Kolling, Josef Haller.

 

Später kamen noch Theo Körner oder Walter Hardy hinzu und in den letzten Jahren, sicherlich allen Freunden der KG bekannt, ist unser Elferratsmitglied Klaus Weber über die engen Grenzen von Oberdollendorf hinaus tätig.

 

Vergessen sollte man auch nicht das "Narrische Protokoll". Regelmäßiger Eisbrecher in den Sitzungen der KG. Oder die "Närrische Hilfsschule" mit Lehrer Josef Vollmer sowie den Schülern:

Hans Blesgen, Heinrich Ließem, Peter Kolling, Christel Riechert und Theo Körner.

 

Die Liedersänger dagegen sind schnell aufgezählt. Neben dem anfangs schon erwähnten Protokoll Quartett, waren es eigentlich nur noch die "Joldefößje" mit den Damen Änne Siebel, Christel Osteritter, Gerti Schuster und Herrn Franz Josef Engelbert, die einen nachhaltigen Eindruck hinterließen

Alle vereinseigene Lieder hat Karl Winzen auf der Bühne aus der Taufe gehoben. Insgesamt waren es zwölf Lieder.

 

Aber wir wollen weiter in der Zeit voranschreiten. Es kam das Jubeljahr 1975. Die KG Küzengarde feierte ihr Silbernes Jubiläum.

 

Der Höhepunkt war dann der Umzug am Karnevalssonntag. Mehr als 50.000 Besucher sollen es gewesen sein, die sich den Karnevalszug angesehen haben. Er wurde zu einem triumphalen Ereignis für unser Mitglied und Karnevalsprinz Hubert. Doch vor dem Zug war zunächst die Prinzenproklamation notwendig. Herr Bürgermeister Hank nahm diesen feierlichen Akt in der Schulaula in Königswinter vor. Unter den etwa 1500 Narren waren zu Ehren von Prinz Hubert auch viele Ortsvereine vertreten.

 

Unter dem Motto "Küzen 25 Johr – hück on wie et früher wor" zog der große Siebengebirgszug durch die Straßen. Fünfzig Wagen und Fußgruppen begeisterten auf einem drei Kilometer langen Weg mit ca. zwei Stunden Dauer die närrischen Zuschauer. Auf seinem Festwagen, der die Form eines Füllhorns hatte, nahm der Prinz die Ovationen entgegen. Der Wagen der Gesellschaft war in der Form von 10 "Küzen" gestaltet, auf dem hoch oben der Präsident Peter Reuter thronte. In den zehn "Küzen" standen die Gardisten und warfen kiloweise Kamelle unter das närrische Volk. Die Frauen des Elferrates präsentierten sich in originellen Zigeunerkostümen. Die "Närrische Hilfsschule" nahm ebenfalls an dem Umzug teil. Für die anderen Ortsvereine sei der Männergesangverein "Cacilia" erwähnt, der in seinem Zugbeitrag auf die damals noch unvollendete Bundesstraße B 42 hinwies.

 

Ein Festkommers darf anläßlich eines solchen Jubiläums nicht fehlen. Als Vorsitzender blickte Karl Winzen auf die vergangenen Jahre in seiner Rede zurück und zog Bilanz. Den Reigen der Gratulanten zum Jubiläum eröffnete Festausschusspräsident Fritz Pütz, der als Gastgeschenk eine Tischglocke überreichte. Herr Bürgermeister Hank hob in seiner Rede die Pflege des rheinischen Brauchtums durch die KG hervor. Auch der Bund Deutscher Karneval war durch Herrn Walter Schemuth vertreten, der der Garde die Goldene Medaille des Fastnachtsmuseums in Kitzingen überbrachte. Die Damen der Mitglieder des Elferrates überbrachten dem silbernen Geburtstagskind einen Silberpokal. Über Einhundert Mitwirkende sorgten anläßlich dieses Festkommers im überfüllten Saal beim "Broels-Billa" für die notwendige närrische Stimmung, die sich von Darbietung zu Darbietung immer mehr steigerte. Präsident Peter Reuter, bewährter Steuermann des Oberdollendorfer Narrenschiffes, hatte oft Mühe, den Kurs zu halten. Stark schlugen die Wellen der Stimmung gegen die Schiffsplanken. Groß war dann der Jubel, als der Siebengebirgsprinz Hubert der I. mit seinen Adjutanten Klaus Weber und Josef Limbach und vier schönen Küzengardistinnen einzog. Auf seinem Thronsessel, der von der Drachenburg stammte, nahm er dann nach seiner Rede Platz.. Es war ein gelungenes Fest.

 

Noch im Jubeljahr trat nach zwölf Jahren erfolgreicher Arbeit Karl Winzen als Vorsitzender zurück. Aufgrund seiner Verdienste wurde er in den Senat aufgenommen. Sein Nachfolger wurde Horst-Walter Brohl.

 

Im Jahre 1977 wurden weitere Veränderungen vorgenommen. Nicht mehr die "Grünen Jungs" (der Elferrat) assistierten dem Präsidenten während der Seniorensitzung .Der Senat stellte einen eigenen Elferrat auf. Karl Winzen, der das Amt des Senatspräsidenten in diesem Jahr von Karl Schmitz übernommen hatte, führte dann bereits nach einjähriger Senatsmitgliedschaft durch diese Sitzung. Es wurde durch seinen Vertreter, Jean Assenmacher, unterstützt. Auch zwei Damen hatten den Platz an der Sonne erhalten, es waren dies Frau Änne Hüsgen und das Ehrenmariechen Wally Kuska.

 

Als weitere Neuerung wurde der Orden- und Ehrenabend in dieser Session eingeführt. Hier werden die verdienten Mitglieder ausgezeichnet oder z.B. zum Senator ernannt. Festliche Kleidung und die Gestaltung des Abends tragen dem Anlaß Rechnung.

 

Auch zog man mit der großen Sitzung vom Saal Broel-Blöser in die Turnhalle der Grundschule auf dem Schnitzenbusch in Oberdollendorf um. Seit diesen Tagen liegt damit dort der närrische Mittelpunkt des Ortes. Viele Hände sind weiterhin notwendig, um eine Turnhalle in einen Narrentempel umzukrempeln. Es ist der KG in den seither vergangen Jahren gelungen, den Ausbau der Halle immer besser zu gestalten. An dieser Stelle ist aber auch den beteiligten Personen und Ämtern zu danken, die diesen Umbau jedes Jahr aufs Neue ermöglichen.

 

Der Weiberfastnacht 1979 und auch in den folgenden Jahren wurde neben dem Schul- und Kindergartenkarneval, in der Volksbank Siebengebirge gefeiert. Riesige 100,00 DM-Scheine wurden z. B. unter das Volk verteilt. Leider wollte niemand sie einlösen.

 

Zum Sessionsauftakt am 11.11.1979 übernahm Hermann Hoitz die Präsidentenwürde von Peter Reuter, der dieses Amt leider aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.

 

Die nächsten Jahre zogen im Rhythmus der gewohnten Abläufe mit engagiertem Karnevals-treiben voran, bis sich dann aus guten Gründen die KG mit der Karnevalsgesellschaft "Fidele Ströpper" im Jahre 1992 zusammenfand, um die Seniorensitzung von da an gemeinsam vorzubereiten und durchzuführen. Der Elferrat bestand aus den Damen und Herren Senatoren beider Gesellschaften unter der bewährten Präsidentschaft von Karl Winzen. Diese gemeinsame Veranstaltung wird bis heute durchgeführt und erfreut sich großer Beliebtheit. Seit drei Jahren beenden beide Gesellschaften das Karnevalsgeschehen in der Grundschule auf dem Schnitzenbusch mit einem gemeinsamen Essen im Anschluß an die Seniorensitzung. Da wird dann nochmals gemeinsam gefeiert, bevor die "Närrische Hochburg" am nächsten Tag gemeinsam wieder in eine Schulturnhalle zurückverwandelt wird.

 

Im folgenden Jahr mußten wir von Peter Reuter Abschied nehmen, der nach schwerer Krankheit, einen Tag vor seinem 59. Geburtstag im Februar 1983, verstarb. Siebzehn erfolgreiche Jahre hat er als Nachfolger des ebenfalls unvergessenen Hans Hüsgen der KG als Präsident gedient.

 

Der nächste Führungswechsel stand dann anläßlich der Generalversammlung im Jahre 1988 an. Nach dreizehn Jahren legte Horst Walter Brohl sein Amt als Vorsitzender nieder und Lorenz Blesgen wurde als neuer Vorsitzender gewählt. Mit neuem Amt wurde auch Hubert Wagner bedacht, der Josef Pieker als Schatzmeister ablöste.

 

Anläßlich des Orden- und Ehrenabends 1989 stellte Karl Winzen den neuen Halsorden vor, der absofort alle Senatoren schmückte.

 

Dann kam das Jahr 1990. Die Gesellschaft wurde 40 Jahre alt. Im Jubiläumsjahr bestand der Vorstand aus den Herren:

Lorenz Blesgen, Hermann Hoitz, Hubert Wagner, Günther Steeg

Karl Winzen, Bernd Wenzel, Theo-Werner Honnef.

 

Mit dem von unserem Präsidenten vorgegebenen Motto " 40 Jahre Spass an der Freud, hat die Küzen noch nie gereut" starten wir in diese Session. Gleich mit drei Wagen war deshalb die KG auch an den Karnevalsumzügen beteiligt. Während die "jungen" Gardisten als Ungarn an dem Umzug teilnahmen, stand auf dem Planwagen der Senatoren die Bitte, "Gott schütze die alten Knochen". Wie man auch noch heute sehen kann, wurde dieser Wunsch vom lieben Gott erfreulicher weise erhört.

 

Durch den Verzicht von Günther Steeg, der vieljährig als Schriftführer tätig war, rückte Horst-Werner Lorenz in diesem Amt neu in den Vorstand ein. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden anläßlich der Generalversammlung im Jahre 1993 wiedergewählt.

 

Bisher wurden Ehrungen nicht erwähnt. Aber eine Karnevalsgesellschaft lebt nicht nur von Präsidenten und Elferratsmitgliedern. Im Hintergrund wirken, meist von der Öffentlichkeit unbemerkt, die Damen der Mitglieder uneigennützlich zum Wohle der Gesellschaft mit. Deshalb hat die KG das Jahr 1993 zum Damenjahr erhoben und drei Damen besonders ausgezeichnet. Den vereinseigenen Verdienstorden "Last not Least" erhielt Frau Friedel Keppelstraß. Eine besondere und auch verdiente Ehre wurde den Damen Elisabeth Hoitz und Maria Wagner zuteil. Für ihre vielfältigen Tätigkeiten, die gar nicht im einzelnen aufzuzählen sind, erhielten sie aus der Hand des Vorsitzenden des FAS (Festausschuss Siebengebirge), Herrn Dieter Wittmann, den Verdienstorden des Regionalverbandes Bonn-Rhein-Sieg in Silber.

 

An diesem Abend wurden dann aber auch noch zwei Herren der KG ausgezeichnet. Für ihre langjährige Tätigkeit als Vorsitzende wurden die Herren Karl Winzen und Horst-Walter Brohl zu Ehrenvorsitzenden ernannt.

 

Im darauf folgenden Jahr feierte die KG ihr 44-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß hat sie sich eine Standarte angeschafft. Auf der einen Seite auf der Rückseite ist abgebildet

 

Ein neuer Vorsitzender wurde auf der Generalversammlung 1996 gewählt. Lorenz Blesgen legte aus beruflichen Gründen sein Amt nieder, das dann Hubert Wagner übernahm. Für ihn wurde dann Axel Bielinski als Schatzmeister in den Vorstand gewählt.

 

Erstmals im Sommer 1987 hatte dann der Elferrat bei seinem regelmäßigen Kegeln (die Strafgelder werden zu Karneval in Kamelle umgerubelt) die Idee, einen Ausflug zu unternehmen. Als lohnendes Ziel wurde Unkel ausersehen. Fast geschlossen konnten alle Mitglieder mit ihren Damen an diesem Ausflug teilnehmen. Wegen des großen Erfolges fand dann 1998 die erste Wiederholung statt. Der Chronist ist sich sicher, das noch viele Jahre dieses Programm wiederholt wird.

 

Gesundheitliche Gründen veranlaßten dann Hubert Wagner den Vorsitz im Januar 1999 niederzulegen. Vor einem so großen Jubiläum und nach vielen vielen Jahren erfolgreicher Vorstandsarbeit sicherlich ein schwerer Entschluß.

 

Die Generalversammlung im April d.J. wählte dann Herrn Theo-WernerHonnef zu ihrem neuen Vorsitzenden. 

Wir wünschen ihm und uns ein schwungvolles Jubiläumsjahr.

Gratulation zum 50-jährigen

v.l. FAS-Präsident Dieter Wittmann, Vorsitzender Theo-Werner Honnef, Präsident Lorenz Blesgen

So, die Chronisten haben nun alles zusammengetragen, was ihrer Ansicht nach wichtig war. Sicherlich werden Sie einige Ereignisse nicht erwähnt finden. Aber der Platz in dieser Festschrift ist endlich.

 

Sollte Ihnen die Schilderung unseres Vereinslebens gefallen haben und sollten Sie sogar noch Spass an der Freud und am Karneval haben, sind Sie herzlich eingeladen in die KG einzutreten und mitzuwirken.Besonders schön wäre es, wenn Sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten an der Vereinsgeschichte mitarbeiten um dann evtl. in der nächsten Festschrift erwähnt zu werden.

 

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