Karnevals - Gesellschaft

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Oberdollendorf 1950 e. V.

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Aktuelles :

Karnevalistischer Rückblick am 16.02.2010

beim Fischessen in der Bauernschenke

durch den neuen Senatspräsident Klaus Weber :

Ob Heringsstipp mit Ärpelsschloot,

auch Kabeljau in eig`ner Sood,

ob Schellfisch, Rotbarsch, und Forelle,

und Salm, und Lachs, und auch Sardelle,

Makrelen – Filet ohne Gräten,

die man auch mitessen täten,

ne Kiste Sprotten direkt aus Kiel,

davon kräät ich nie zuviel,

und aus der Pfanne, möglichst ganz,

frisch gegrillter   „Feuerschwanz“ ! –

Diese Spezialität aus Fisch,

kommt nur bei Küzen auf den Tisch,

geheimnisvoll  -   wird der gezüchtet,

noch nie wurd`  davon was berichtet,

er wächst und wächst – ich mach es spannend,

in Römlinghofens Badewanne !! –

Nicht mehr lang, dann ist vorbei,

die Dollendorfer Narretei,

das Ein und Andere halt ich fest,

damit Ihr davon nichts vergesst,

so konnten wir zuerst erleben,

was für Orden ausgegeben,

zum 11 ten  11 ten  belohnt der Rat,

wer fleißig was für die Gesellschaft tat,

und Keiner hat vorher gewusst,

wer „Last not least“ kriegt an die Brust,

die Verdienstmedaille ist ein Orden,

der wichtig und begehrt geworden,

und die Wahl war nicht verkehrt,

denn Uwe Körner wurd`  geehrt,

ein Mann – der für die Küzen wichtig,

ich mein` , der Orden hängt da richtig !

 Dann gab`s  den Orden der Session,

die Spannung stieg im Saale schon,

ob er wieder gut gefällt

und was wird diesmal dargestellt ? –

denn meistens ist darauf zu seh`n,

was in Dollendorf geschehen.

  Auf den Punkt bracht`es die Presse,

das Thema war von Interesse,

die Zeitung schreibt – so war`s  zu hoffen,

„In` s  Schwarze hat das Ding getroffen“

Die Hauptstrass`  ist darauf zu seh`n,

man sieht kein einziges Auto stehn,

die Parkbank ist dort aufgestellt,

bin sicher, dass das so gefällt,

zwei Küzen sitzen da gemütlich,

ein Bild – so eindrucksvoll – und friedlich,

die Situation erklärt zu basch -

nur Kuchen fehlt und Thermosflasch,

toll gezeichnet – es sieht so aus ,

als säß der Karl da und der Klaus ! –

Man hat den Augen kaum getraut,

ne Tombola war aufgebaut,

und dann kont`ste  Lose kaufen,

denn Preise gab`s  auf großem Haufen,

und endlich hat das Glück gefluppt,

Gewinner war der Nolden Jupp !! –

Das heißt – gezogen hat Renate,

was der Josef dann bezahlte,

wir ha`m  den Augen nicht geglaubt,

was sie dann bei sich aufgebaut,

Wein und Wurst und glaubt es mir,

sogar ein kleines Fässchen Bier,

sie brauchten auch die Last nicht tragen,

gewonnen wurd`  ein Einkaufswagen,

voll geladen bis zum Kragen,

„Glückwunsch“ ! – kann man da nur sagen.

Unsere Sitzung  - stimmungsvoll  !! –

weiß nicht wo ich beginnen soll,

da zogen schicke Tanzcorps auf 

Stadtsoldaten war`n  da auch,

und vom Westerwald die Sterne,

mit gesprungen wär ich gerne,

artistisch – bis zur Deck` geflogen,

ich hätt` mir`s  Kreuz dabei verbogen,

so grade reicht bei mir die Kraft,

nur den Spagat hätt` ich geschafft !! –

Schlag auf Schlag lief das Programm,

dann waren tolle Redner dran,

„Die Spezis“,  „De Knollis“  und irgendwann,

     als da „Ne  Hausmann“  Jürgen Beckers kam,

      da tönten Tusch`s  unzählig mal,

     und Freude war im  ganzen Saal  ! –

Dann naht der nächste Höhepunkt,

das Prinzenpaar mit allem Prunk,

Prinzessin „Nadine I“  und  Guido ihr Prinz

beherrschen das Rheinland von Beuel bis Linz,

sie kamen mit Tross und Jeschmölz und Musik,

trotz massigem Auftritt – Fritz hat alles im Blick,

Dann wurden ganz herzlich die Orden getauscht

und schwupp war der Programmpunkt  vorüber gerauscht.

Dann wurde gerätselt, gelauscht und gemunkelt,

der fetzige Auftritt der „Ratsherren von Unkel“ !

man kann sich auch kaum etwas Besseres denken,

als frohen Besuchern  so`n Abschluss zu schenken  !! –

Erwähnen möchte` ich den Samstag dann auch,

es ist bei den Küzen Verpflichtung und Brauch,

die Senioren-Sitzung ist sehr nett geplant,

und wichtig für alle war Torte mit Sahn,

auch das ist alles sehr schön gelungen,

das ältere Semester hat geklatscht und gesungen,

und Armbröster`s  Willi gab Ratschläge aus,

darüber lacht heut noch so mancher zu Haus` . 

Ich selbst war beschäftigt, beim Aufbau der Bühne,

Deko war fertig – Ballons weis und grüne,

dann kam das Verhängnis -  man gab mir ne Knarre,

ich tat was verlegen mit Füßen was scharren,

was ist denn ne Knarre ?  Was muß ich da machen ?

ich – und ein Werkzeug – das war schon zum Lachen,

ich bin Spezialist für Muttern und Schrauben,

auch solche Fragmente, die längst nichts mehr taugen,

die doll im Gewinde und das Sechskannt ist rund,

soll Beine verlängern, das Leben wird bunt,

ich dachte noch ernsthaft, ich würde gehänselt,

und kam in die Lehre beim Bernd, namens Wenzel,

ich weis jetzt, was Schrauben mit Flügelchen sind,

die drehen sich leichter, das weiß jedes Kind,

ich mit der Knarre, und merke soeben,

dass bei jeder Dritten die Flügelchen fehlen ! –

Ob Mütterchen – Schrauben – mit Flügel und ohne,

dot mir ne Hammer un mit Knarre verschohnen !! –

Zwischendurch berichte ich noch auf die Schnelle,

von der so beliebten Verhaftungswelle,

da kamen so manche, war`n lauthals am Klagen,

der eine war reuig, aber wollte nichts sagen,

einige kannten das Recht und Gesetz,

die haben uns selbst durch die Verhandlung gehetzt,

Staatsanwalt Christel und Küzenrichter Klaus,

bei Schwierigen wussten wir nicht ein oder aus,

dann half uns Rhetorik und gute Erfahrung,

es war immer wieder für uns Offenbarung,

Christel die kannte genug Paragraphen ,

die jedes Mal meistens den Strafbestand trafen,

und ich machte nur noch als huldvoller Richter,

mit kurzem Prozess jeden Einwand zu Nichte !! - -

Selbst Bürgermeister Wirtz, im Mariechengewand,

wir haben natürlich die Verkleidung erkannt,

trotz Piercing, Tatu  und Makeup im Gesicht,

zerrte man ihn vor das „Hohe Gericht“

er suchte verzweifelt und rief nach Frau Milz,

die machte sich Mut an der Theke mit Pils,

und weil sie das auf die Schnelle nicht schaffte,

freuten wir uns und ha`m beide verhaftet !! –

Da war dann der Zug in der Stadt Königswinter,

vornweg wir mit Traktor – die Küzen dahinter,

als Reben und Weinstock und auch ein paar Panscher,

die jaulten und lechzten nach edlem Champagner,

die Stimmung war gut und es machte auch Spaß,

nur Schneematsch und Kälte die machten uns nass,

es war trotzdem schön und ich sag mal ganz frei,

die Hauptsach`  ist wichtig, wir waren dabei !

Ich stand mit der Cilly am Rand von der Strass`

ne Schal um den Hals und aus Plastik en Tasch`

die Tasch`  war mal gut für was Obst und Gemüse,

ich wollt nur zum Naschen so`n bischen was Süßes,

dann flogen Kamelle, Schok`lade  und Wurst,

drei Flaschen Cola – das wär für den Durst,

ein Ball und ein Teddi, ne Rolle für`s  Kloo,

ein Lippenstift-Döschen und Creme fürn .P .  .  sonst wohin ?

wir hatten viel  Freude, es war richtig toll,

das Bücken war sportlich, uns` Plastiktäsch` voll,

stolz hab ich für`s  Cilly zwei Röschen  geschnapp`-

dann kam das Fiasko, der Henkel riss ab  !! - -

die Tasch` und ein Henkel und Ärger im Bauch,

zehn Kilo Kamelle, der Zweite riss auch !

Wir in der Bahn – wie sah das nun aus ?

nur einen Gedanken – nur schnellstens nach Haus,

ich schleppte den Sack wie beim Möbeltransport,

fast 2 Kilometer und quer durch den Ort,

wer uns begegnet, sagt freundlich und nett,

„Rosenmontag“  -  - da kauft der Briketts   ?  !! –

Es gibt auf der Welt halt kein größeres Leid,

als das was man schließlich sich selber an deit !

Das war`s nun leef  Fründe, mein Reed is zu Ende,

ich könnt noch 3 Seiten – ich könnt`  noch 2 Bände,

es macht immer Freude bei Euch in der Runde,

und jetzt ha`n  wir nur noch so ein bis zwei Stunde,

selbst Fastenzeit kann was Genüssliches sein,

dann schliddern die Küzen in`s  Jubeljahr rein,

denn 60 Jahr Frohsinn mit Jubel und Klaaf,

hat immer gereicht für ein Küze – Alaaf   !!

ich wünsche uns Glück und stets Frieden im Haus,

nur so geht das weiter es grüßt Euch der   Klaus 

 

Alaaf – Ihr Küzen   !!

 

 

 

  Die Küzen nahmen auch am Siebengebirgszug

in Königswinter teil. 

Im Generalanzeiger vom 14.02.2010 wurde darüber berichtet.

 

Mehr Fotos siehe Fotoalbum.

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(Generalanzeiger 13.02.2010)

Narrengericht kennt keine Gnade

Oberdollendorf. (kwk) "Ich muss immer die schlimmen Sachen sagen", beschwerte sich "Richter" Klaus Weber bei "Staatsanwältin" Christel Schute. Doch dabei gab es jede Menge zu lachen, selbst für die Angeklagten, die sich dem Narrengericht der KG Küzengarde in der Oberdollendorfer Bauernschenke stellen mussten

 

Lorenz Schwindt (von rechts) und Fritz Wenzel führen Thomas Hartmann dem hohen Gericht, Klaus Weber und Christel Schute, vor. 

Foto: Holger Hand

 

Die meisten waren zudem freiwillig erschienen und mussten nicht durch ein Verhaftungskommando vorgeführt werden. Die durchstreiften bereits vormittags in Uniform die Gassen Oberdollendorfs, um die Angeklagten in aller Form vorzuladen und dem Gericht zuzuführen. Im "Gerichtssaal" warteten unterdessen schon etliche Gardisten, die mit Spannung die Verurteilung der ersten Angeklagten erwarteten.

Richter und Staatsanwältin waren wie immer gut vorbereitet und hatten die unkarnevalistischen Verfehlungen der Beschuldigten detailliert aufgelistet. Doch bei Marianne Leggewie, der ehemaligen Inhaberin der Rosen-Apotheke, war selbst der Richter machtlos. Sie räumte nämlich kurzerhand alle Beschuldigungen ein.

"Sie fühlt sich auch noch schuldig, da haben wir ja gar nichts mehr zu tun", sagte Klaus Weber. Um eine angemessene Strafe kam sie dennoch nicht herum und für die Spende gab es natürlich eine ordnungsgemäße Quittung samt vereinseigenem Orden - Ordnung muss schließlich sein, auch im Karneval.

Auch Thomas Hartmann, amtierender König der Oberdollendorfer Männerbruderschaft, wurde unkarnevalistischen Verhaltens für schuldig befunden. "Noch sieht er munter aus", sagte Staatsanwältin Schute, als der Angeklagte vor dem Gericht Platz nahm. Alles Betteln um Gnade nützte ihm nichts, denn das Urteil wurde trotzdem unerbittlich gesprochen.

"Du kannst dich noch so schlau verhalten, wir lassen heute trotzdem keine Gnade walten", sagte Richter Weber. Die Spende des Angeklagten kam wie die anderen auch einem guten Zweck zugute. Profitieren werden unter anderem die Gäste der Karnevalsveranstaltung im Kindergarten und der Seniorensitzung.

 

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Extra-Blatt 13.02.2010)Nur das Beste für die Gäste

Große Karnevalssitzung der Küzengarde mit hochkarätigem Programm

Oberdollendorf (cg). Zum erstenmal seit langer Zeit hatte die Küzengarde wieder alleine eine Sitzung auf die Beine gestellt, und das Programm in der dicht besetzten Turnhalle der Longenburgschule war erlesen: die Westerwaldsterne, Jürgen Beckers als Ne Hausmann, die Knollis, die Spezis,?  Ein Höhepunkt jagte den nächsten. Den krönenden Abschluss machten die Unkeler Ratsherren. Am Ende hatten sich die Gäste garantiert müde geschunkelt und gelacht.

Foto: Gast

"Der Een und der andere" strapazierten die Lachmuskeln aufs Äußerste. Foto: Gast

Eines der großen Highlights waren die Uckerather Westerwaldsterne, die mit rasanten Tänzen und gewagter Akrobatik das Publikum in ihren Bann schlugen. Foto: Gast

 

(Generalanzeiger 10.02.2010)

( Fotos siehe Fotoalbum)

Raketen, Teilchen und schöne Mariechen

Küzengarde beschert ein furioses Programm in Oberdollendorf - KG "Me brängen et fädig" nur als Zuschauer im Saal

Von Roswitha Oschmann

Oberdollendorf. Die neun Herren in den schwarzen Gehröcken und mit Zylinder setzten einen Schlusspunkt mit Pauken und Trompeten. Die Unkeler Ratsherren sorgten bei der Karnevalssitzung der Küzengarde für ein tolles Finale.

  

Rappelvoll war die Bühne in der Turnhalle der Longenburgschule, als die Linzer Stadtsoldaten Rut-Wieß das Kommando übernahmen. Foto: Holger Handt

 

Das Jeschmölz in der Turnhalle der Longenburgschule war außer Rand und Band. Gar nicht weglassen wollten sie die Truppe um Thomas Ottersbach. Die bekannte Blasmusik-Boygroup aus der Rotweinstadt ein paar Kilometer weiter rheinaufwärts war einfach herrlich temperamentvoll.

"Drei mal drei ist null, ist null", "Ice Cream" oder "Adieu, mein kleiner Gardeoffizier": Die Musiker eroberten die Herzen der Narren im Sturm. Die rund 80 Auftritte in den letzten Wochen sah ihnen keiner an. Nach Berlin, Krefeld, Aachen und Mainz nun auch Niederdollendorf. KG-Präsident Fritz Wenzel beschwingt: "Die Unkeler Ratsherren haben sich eine Rakete verdient.

Kommando eins, Kommando zwei und Kommando drei." Die bunt kostümierten Narren im Saal ließen sich nicht zweimal an die Gewehre bitten. Rappelvoll die Bühne, als die Linzer Stadtsoldaten Rut-Wieß aufmarschierten und mit Musik und Stippeföttche begeisterten. Hübsch das Tanzmariechen und ihr Offizier und köstlich die Verwandlung des Musikzuges in ein Männerballett.

Der Höhepunkt der Sitzung war zweifellos der Besuch des Siebengebirgsprinzenpaares Guido I. und Nadine I. mit dem janzen Jeschmölz. Im Gefolge hatten die Majestäten auch die Drachenfelsgarde. Die hübschen Mädchen waren die schönste Werbung für den Karneval. Beim Siebengebirgszug gehen natürlich auch die Tänzerinnen von der Königswinterer Jubiläumsgesellschaft mit.

Und zur Teilnahme am Siebengebirgszug am Karnevalssonntag durch die Altstadt lud das Prinzenpaar das ganze Narrenvolk im Saal herzlich ein. "De Fritz vum Wochemaat", Fritz Ebbinghaus aus Köln, berichtete über seine Erfahrungen auf dem Wochenmarkt. Kölsche Lieder boten die Gesangs-Duos "De Knollis" und "Die Spezies".

Urkomisch "Der Een on der Anne" aus Bad Hönningen in ihrem Zwiegespräch. "Ne Hausmann" Jürgen Beckers aus Aachen, im wirklichen Leben Lehrer für Latein, Griechisch und Geschichte, erteilte eine Lektion: "In Deutschland ist Teilchen ein kleines Stück von einem Ganzen, im Rheinland ist Teilchen ein Gebäck für Besuch, für den Kuchen zu schade ist und Plätzchen zu geizig wären."

Akrobatik pur bei den Westerwaldsternen und bei den Sandhasen aus Oberlar. "Habt Ihr noch einen?", fragte Präsident Wenzel. Und natürlich gab's noch einen Nachschlag. Ganz toll bejubelt wurden sie auch an einem Tisch, an dem Karnevalisten der Niederdollendorfer KG "Me brängen et fädig" saßen. Als Zuschauer.

Nachdem sie einige Jahre gemeinsam mit den Küzen die Sitzung durchgeführt hatten, pausierten sie diesmal und überließen der Oberdollendorfer KG das Feld. "Wir können das finanziell nicht mehr leisten", so Herbert Rebbert, der Vorsitzende der Niederdollendorfer Gesellschaft, die seit 115 Jahren besteht. Lediglich 25 Mitglieder zählt die KG derzeit.

"Wir haben zwar gerade drei Neuzugänge. Aber wir müssen abwarten, wie es in der Zukunft weitergeht", meinte Rebbert. Dagegen stehen die Küzen, die im Mai 1950 gegründet wurde, mit 220 Mitgliedern sehr gut da. Die Seniorensitzung gestalteten beide gemeinsam.

 

 

(Generalanzeiger 09.02.2010)

( Fotos siehe Fotoalbum)

 

Sackmodenschau ist der Renner

Karnevalisten erfreuen die Senioren in der Longenburgschule

Niederdollendorf. (smg) "Da sieht man einen Glanz in den Augen der Herren", lacht der Moderator laut von der Bühne herab. Die Nixen vom Märchensee aus Oberkassel bereiten sich gerade auf ihren zweiten Tanz vor.

Dafür werden die Röcke mit einem Ruck noch einmal ein ganzes Stückchen kürzer. "Ganz ruhig bleiben", lautet seine Empfehlung.Doch nicht nur die tanzenden Nixen waren modisch ganz vorn mit dabei bei der Seniorensitzung der KG Küzengarde und der KG "Me brängen et fädig" in der Turnhalle der Longenburgschule in Niederdollendorf am Samstagnachmittag.

Die Katholische Frauengemeinschaft St. Laurentius hatte eine besondere Überraschung vorbereit und zeigte eine "Sackmodenschau", bei der die unterschiedlichsten Modelle für jede Gelegenheit vorgeführt wurden - ausnahmslos aus Säcken hergestellt. Die Models hatten damit schnell alle Lacher in der Turnhalle auf ihrer Seite.

Begonnen wurde die Sitzung traditionsgemäß mit dem Einmarsch des Niederdollendorfer Prinzenpaares Sandra I. und Lutz I., zusammen mit den Ostermann-Pänz. Karnevalistische Redebeiträge lieferten Hans Remig als "Ältester Schuljunge Deutschlands" und Willi Armbröster mit Geschichten aus dem Leben eines Imbissjägers. Dazwischen sorgten die Swinging Fanfaren Königswinter und die Musikgruppe "Für Lau" mit Karnevalsklassikern für schunkelnde und singende Sitzreihen. 

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(Generalanzeiger 10.11.2009)

( siehe Fotoalbum)

Der neue Orden trifft ins Schwarze

Die Oberdollendorfer Küzengarde startet in die Session - Verdienstmedaille für Uwe Körner

Von Gabriela Quarg

Oberdollendorf. Es muss ja nicht immer mit Humtata und Tätärä sein - die Oberdollendorfer Küzengarde pflegt seit langem den schönen Brauch, bei einem gemütlichen Abend mit leckerem Essen und einem guten Tropfen Siebengebirgs-Wein im Gasthaus Lichtenberg in die neue Karnevals-Session zu starten.

So ganz ohne jecke Tön geht es aber nicht: Für die passende musikalische Untermalung sorgte Musikus Werner Remarque. Zudem gab es ein kleines, aber feines Programm, bei dem Büttenredner Harry und Achim sowie Marlis Van Rompaey alias Susi Jeckeschoss auf die bevorstehenden tollen Tage einstimmten, ebenso Harry und Chris mit einem musikalischen Vortrag der Extraklasse.

Den ersten Orden gab es schon zu einem Zeitpunkt, zu dem der offizielle neue Sessionsorden noch unter dem Siegel "streng geheim" in der Jackentasche von Präsident Fritz Wenzel ruhte. Uwe Körner bekam für seine langjährige Treue und seinen Einsatz für die Karnevalsgesellschaft die vereinseigene Verdienstmedaille "Last not least".

Oberdollendorfer Jecke: Fritz Wenzel (von links), Roland Honnef, Gudrun Börter, Uwe Körner und Theo Werner Honnef. Foto: Holger Handt

Eine Auszeichnung wert ist allein schon die weite Anreise, die Körner auf sich nimmt, um bei den Küzen aktiv zu sein. Den gebürtigen Oberdollendorfer hat es nach Lierstal - sozusagen in die tiefste Eifel - verschlagen. Da aber bereits sein Vater karnevalistisch aktiv war und diese Gene höchstwahrscheinlich weitervererbt hat, hält Körner dem Dollendorfer Fastelovend nach wie vor die Treue. Und nicht nur diesem: Der frischgebackene Ordensträger ist auch Hauptmann der Hubertus-Schützengesellschaft.

Aus den Reihen der Küzen jedenfalls ist Körner, der sich mittlerweile eine zweite Bleibe in Oberdollendorf eingerichtet hat, um ja nichts zu verpassen, nicht mehr wegzudenken. "Seine Hilfe bei Aufbauarbeiten, bei allen Arbeiten vor und hinter den Kulissen war schon immer für die Gesellschaft wichtig", betonte Präsident Fritz Wenzel, der die Ehrung gemeinsam mit dem Vorsitzenden Theo-Werner Honnef vornahm.

Mit Spannung erwartet hatten die rund 50 der insgesamt 200 Mitglieder, die den Sessionsauftakt feierten, die Präsentation des neuen Ordens. Und der trifft voll ins Schwarze: Zu sehen ist eine Bank, die mitten auf der Heisterbacher Straße steht.



Dort, wo sich sonst der Verkehr knubbelt, räkeln sich zwei Karnevalisten vergnügt in der Sonne und freuen sich, dass der Küzentraum "Endlich Ruh'" in Erfüllung gegangen ist. Bei der Auswahl des Motivs hatte der Vorstand offensichtlich hellseherische Fähigkeiten: "Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch gar nicht, dass die Straße tatsächlich beruhigt wird", schmunzelt Schriftführer Horst Lorenz.

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Ausflug Kegelclub Elferrat/Vorstand

und Senat am 24.10.2009

 ( Fotos siehe Fotoalbum)

 

Der Elferrat geht regelmäßig unregelmäßig zum Kegeln. Dafür darf er dann regelmäßig auf Kegeltour gehen.

Unser Kegelwart, Hans Walbroel, hat extra die Kasse geleert, damit wir in Begleitung unserer besten Hälften einen Tag lang in die Ferne fahren können. Dieses mal hatten wir auch noch die Senatoren des Vereins eingeladen, uns zu begleiten.

Mit dem Bus der Fa. Decker ging es dann durch den Westerwald nach Hachenburg. Dort haben wir die Brauerei besucht und besichtigt. Im Rahmen der Führung wurde uns dann gezeigt, wie aus den drei Grundstoffen „Wasser, Hopfen und Malz“ ein süffiges Bier gewonnen wird. Nach einem kleinen Mittagsimbiss und auch dem einen oder anderen Glas Bier, ging dann die Fahrt nach Bad Ems, wo wir uns die Füße vertreten und Kaffee und Kuchen genießen konnten.

Einmal auf den Geschmack gekommen, ging es dann weiter in die nächste Brauerei nach Lahnstein. Dort haben wir dann gemeinsam unser Abendessen eingenommen und uns auf die kommende Session zumindest gesprächshalber und gedanklich vorbereitet.

Am frühen Abend kehrten wir dann gut gelaunt nach Dollendorf zurück.

Jetzt liegt es wieder an uns, so schlecht zu kegeln, dass die Kasse bald wieder für einen Ausflug gefüllt ist und uns Hans Walbroel erneut einen schönen Tag spendieren kann.

 

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(Generalanzeiger 24.02.2009)

Justitia hat ausnahmsweise ein Brett vor dem Kopf

Manche Angeklagte ziehen sich vor dem Narrengericht der Küzengarde mit Wortwitz und Einfallsreichtum aus der Affäre

Oberdollendorf. (qg) Traditionell rollte in Dollendorf wieder die jecke Verhaftungswelle: Gardisten in Uniform durchstreiften bereits vormittags die Gassen, um Angeklagte vorzuladen und dem Narrengericht der Küzengarde in der Bauernschenke zuzuführen.

Foto: Holger Handt

Viele stellten sich aber auch freiwillig, wie die Landtagsabgeordnete Andrea Milz und Bürgermeister Peter Wirtz. Im Gerichtssaal warteten bereits Richter Klaus Weber und Staatsanwältin Christel Schute. Justitia, deren lebensgroßes Bild über dem Richterstuhl prangte, hatte man wohlweislich gleich ein dickes Brett vor dem Kopf verpasst.

So bekam die Patronin der Justiz auch nicht mit, wie das Recht so manches Mal kräftig gebeugt wurde, natürlich immer nur im Dienst der karnevalistischen Sache. Immerhin bekamen nicht wenige Angeklagte einen "Treuebonus", da sie sich zum wiederholten Mal freiwillig stellten.

Auch Andrea Milz profitierte hiervon, auch wenn sie ihre Strafe nur wiederwillig zu zahlen schien: "Da ich heute noch gebraucht werde, zahle ich, aber nur deswegen", sagte sie augenzwinkernd. Schließlich wurde sie zusammen mit Wirtz am Nachmittag noch in Bockeroth erwartet, um wieder eine kesse Sohle aufs Parkett zu legen.

Beim Bürgermeister kam auch der Richter immer wieder ins Staunen, was der Staatsanwältin so alles an Anklagepunkten eingefallen war, auch wenn der Angeklagte die Vorwürfe - etwa die Tatsache, dass er ins benachbarte Oberkassel aufs Gymnasium gegangen sei - Punkt für Punkt zurückwies.

"Das städtische Gymnasium in Königswinter war damals noch ein reines Mädchengymnasium", brachte er zu seiner Verteidigung vor. Für allgemeine Heiterkeit sorgte Wirtz, als er die Abkürzung "KG" für Küzengarde, die auf der Kopfbedeckung des Richters prangte, kurzerhand mit "kleiner Gerngroß" übersetzte, was sich naturgemäß nicht gerade strafmildernd auswirkte. Franz-Josef Staffel, ein anderer Angeklagter, legte diesbezüglich sogar noch nach und titulierte die "KG" kurzerhand als "Kriminelle Genossenschaft".

Auch dies konnte natürlich nicht ungestraft bleiben, auch wenn Richter Klaus Weber einräumen musste: "Gegen diesen Mann kommen wir nicht an. Wer soviel Humor hat, muss straffrei davonkommen." Nur die Gerichtsgebühren, die musste der Angeklagte entrichten.

(24.02.2009)

(Generalanzeiger 19.02.2009)

(mehr Fotos siehe Fotoalbum)

 

 

Heiße Rhythmen in der Sporthalle

Bewährte und beliebte Kräfte bereichern die Niederdollendorfer Seniorensitzung

Niederdollendorf. (kwk) "Dollendorf Alaaf", so hieß es wieder bei den Dollendorfer Senioren, die zu ihrer jährlichen Sitzung in die Niederdollendorfer Turnhalle ge-kommen waren. Wie in jedem Jahr hatten sich die KG Küzengarde, die Fidelen Ströpper und die KG Me brängen et fädig zusammengetan und ein stimmungsvolles Programm als echte Gemeinschaftsproduktion auf die Beine gestellt.

Foto: Holger Handt

Auch wenn die Sporthalle des Schulzentrums in Niederdollendorf etwas weniger als in den Vorjahren gefüllt war, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Fritz Wenzel, Daniel vorn Hüls und Achim Kurth führten mit großem Engagement durch einen langen Nachmittag. Die Narren schunkelten sich bei Kaffee, Kuchen und Stimmungsmusik warm und sangen nach Leibeskräften mit - nicht nur bei der Oberdollendorfer kfd, die ihren Auftritt wieder mit stim-mungsvollen Liedern gestaltete, sondern auch beim Tambourcorps Thomasberg und den Swinging Fanfaren Königswinter, die mit heißen Rhythmen für eine fetzige Einlage sorgten.

Für kölsche humorige Tön sorgten bewährte Kräfte wie Willi Armbröster und Klaus Weber, der die Lachmuskeln der Jecken als "Der Dorftrottel" kräftig strapazierte. Ein lang erwarteter Höhepunkt der Sitzung waren wie immer die Tanzdarbietungen. Mit dem Kindertanzcorps Ostermann Pänz und dem DTC Grün-Orange Römlinghoven waren Spitzenvertreter der Tanzkunst auf der Dollendofer Seniorensitzung vertreten, die die Zuschauer zu Beifallsstürmen hinrissen. Und auch die Tollitäten aus Niederdollendorf, Axel I. und Christel I., sowie die Altstadtprinzessin Petra II. statteten der Sitzung ihren Besuch ab.

(19.02.2009)  

 

 

 

(Extra-Blatt  11.02.2009)

"Mir fiere zusamme"

KGs aus Ober- und Niederdollendorf hielten gemeinsame tolle närrische Sitzung

Königswinter (zi). Aus den idyllischen Ortsteilen Ober- und Niederdollendorf kam wieder karnevalistischer Frohsinn vom Feinsten.

Auf der Sitzung des Fördervereins der KG Küzengarde und der KG "Me bringen et fädig" in der Aula der CJD-Schule hatten die Jecken ihren Spaß. "Hoffentlich haltet ihr das durch", grüßte Bürgermeister Wirtz humorvoll die zwei Sitzungspräsidenten Fritz Wenzel und Daniel von Hüls mit Blick auf die weiteren Einsätze in der Session. Die erfahrenen Karnevalisten meisterten indes gut gelaunt das jecke Treiben. Das Programm hatte es in sich.Wortwörtlich "ausgezeichnete" Kräfte zeigten auf der Bühne Wortwitz und Sinn für gute Gags. Allen voran die "Hussmeister vom Bundesdaach" aus Bad Honnef. Erst kürzlich war das schlagfertige Duo mit dem Rheinlandorden ausgezeichnet worden.

 

Fotos: Zumbusch

  (mehr Fotos siehe Fotoalbum)

(Generalanzeiger 09.02.2009)

Alle wollen Fritz tanzen sehen

Gemeinsame Sitzung der Dollendorfer Karnevalsvereine ist gut für die Lachmuskeln

Von Guido Krawinkel

Königswinter. Einen Höhepunkt nach dem anderen konnten die beiden Sitzungspräsidenten Daniel von Hüls und Fritz Wenzel (KG Küzengarde) bei der gemeinsamen Prunksitzung der Karnevalsgesellschaften Küzengarde und "Me bringen et fädig" in der gut gefüllten Aula der Jugenddorf-Christophorusschule ankündigen.

Das Publikum bei der Prunksitzung der Dollendorfer Karnevalsvereine amüsierte sich sichtlich. 

Foto: Holger Handt

Das Niederdollendorfer Prinzenpaar Christel I. und Axel I. sorgte zusammen mit der Altstadt-Prinzessin Petra I. gleich für einen fulminanten Auftakt der Sitzung. Zu den Klängen des Musikzuges Stromberg zogen die Tollitäten in die CJD-Aula ein und brachten die Jecken so richtig zum Schunkeln. Auch im weiteren Verlauf des Abends sorgte die verschiedenen Musikgruppen für immer neue Höhepunkte. So war die Eschweiler Blasmusik mit stimmungsvollen Hits zu Gast, und auch die Butterflys sorgten mit ihrem Sänger Tommy Watzke für beste Unterhaltung.

Die Lachmuskeln der Jecken wurden nicht zuletzt durch die Redner strapaziert. So beschäftigten sich "Die Huusmeester vum Bundesdach" mit aktuellen politischen Themen und nahmen von Schäubles Online-Untersuchungen über Merkel, Westerwelle und Müntefering bis hin zu Gammelfleisch und Krippenplätzen so ziemlich alles aufs Korn.

 

Besonderes Higlight des Abends: das akrobatische Männerballett "Heiße Socke" aus Neuwied. 

Foto: Holger Handt

Waghalsig, aber schön: Sven Reindel lässt Patricia Flatt (Tanzpaar KG Blau Weiß) durch die Lüfte segeln.

 Foto: Holger Handt


Auch die Poppelsdorfer Schlossmadämchen sorgten für jede Menge guter Laune. Sie tanzten nicht nur schmissig auf ausgewählte Karnevalsmusik, sondern präsentierten kölsche Lieder in Form von kurzen, schwungvollen und lustigen Theaterstücken. Es wurde getanzt, gespielt und fliegend die Kostüme gewechselt, dass das Publikum nur so staunte. Auch "Strunz" alias Walter Lorenz und "Büggel" alias Wolfgang Raschke trafen mit ihren pointenreichen Dialogen zielsicher den Geschmack des Publikums. Und das Männerballett "Heiße Socke" tanzte in seinen bunten Clownskostümen auf heiße Rhythmen.

Einer der absoluten Glanzpunkte des Abends war der Auftritt der Beueler Stadtsoldaten "Rot Blau", die so zahlreich angetreten waren, dass die große Bühne der CJD-Aula kaum für sie ausreichte. Aber auch für ihre tollen Tanzdarbietungen fanden die Beueler noch ein Plätzchen. Und am Ende wurde sogar Sitzungspräsident Fritz Wenzel eingespannt. "Wollt ihr den Fritz tanzen sehen", fragte Kommandant und Vorsitzender Hans Hallitzky, und das Publikum ließ sich das natürlich nicht entgehen. Und auch Wenzel gefiel das Stippefötche mit den Tanzmariechen so gut, dass Hallitzky ihn prompt zu den Proben einlud.

(09.02.2009)  

 

 

 

(Generalanzeiger 06.01.2009)

Axel I. und Christel I. regieren die Niederdollendorfer Jecken

Tollitäten herrschen bis Rosenmontag

Niederdollendorf. (gk) In Niederdollendorf ticken die Uhren bekanntlich anders. Das Prinzenpaar wird hier nicht am Anfang der Session proklamiert, sondern erst am Rosenmontag, wenn die fünfte Jahreszeit schon so gut wie vorbei ist, müssen die alten Tollitäten abtreten und die neuen werden ausgerufen.

Bürgermeister Peter Wirtz wartete schon an der Pfarrkirche Sankt. Michael, in deren Schatten das alte Prinzenpaar Herbert I. (Rebbert) und Prinzessin Brigitte II. (Rebbert) den Prinzenwagen verlassen musste, um Platz für die neuen jecken Oberhäupter zu machen.

Prinz Axel I. (Käthler) und Prinzessin Christel I. (Schute) empfingen aus den Händen des Bürgermeisters die Insignien ihrer Macht und regieren fortan bis zum nächsten Rosenmontagszug in Niederdollendorf. Der startet am 23. Februar um 14.30 Uhr.

GA (06.01.2009)  

 

Sessionseröffnung 

am 15.11.2008

(Generalanzeiger 18.11.2008)

 

 

Nachlese beim Fischessen 

am 05.02.2008

vorgetragen von unserem Senator Klaus Weber :

Hallo !  Ihr Küzen, wie sieht es aus ?

Hier steht er wieder, Euer Klaus,

seid Ihr satt ?  ich sah om Tisch,

fast bei Allen wieder Fisch,

Kabeljau mit Ärpelschlaat,

Rotbarsch, Schellfisch stand parat,

nach Art des Hauses – Heringstopf,

Forelle mit und ohne Kopf,

gekocht, gedünstet und gebraten,

Rezepte werden nicht verraten,

Bratkartoffeln mit dem Speck,

frag den Herbert – alles weg !

Auch der Nachtisch – gut gelunge`

Selbst do han ich kein Grööt jefunge ! –

 Das alles klappt – ich bin gewiss,

weil Dienstag`s  =  Aschermittwoch ist ! –

Und jetzt ist es fällig und hoch die Getränke,

„danke und prost“ !  für die Bauernschenke !

 Am 3. November war wieder der Abend,

da waren die Orden und Ehren zu haben,

als Erstes ein Nachtrag aus zweitausendsechs,

da hab ich vergessen – es ist wie verhext,

Theo-Werner Honnef – so war es gewollt,

erhielt den Verdienstorden „Rhein-Sieg-Eifel“ in Gold !!

Dieses Versehen, quält mich seit Jahren,

bestell Dir`n  Malteser  -   ich werd`  ihn bezahlen !

Und jetzt aktuell und exakt nach der Reihe,

erhielten zwei Küzen die gardistische Weihe,

von Schwind`s  der Lör  und von Wenzel`s  der Dirk,

haben fleißig für unsere Gesellschaft gewirkt,

durch sie konnt`  sich Tatkraft und Frohsinn gestalten,

dafür haben sie die Orden „Last not least“  erhalten.

Die Stimmung stieg weiter in Lichtenberg`s  Saal,

der Name Wenzel fiel ein zweites mal,

doch jetzt wurd` dem Bernd und sichtlich bewegt,

der „Goldene Küzejung“  in die Arme gelegt,

Dich schätzen die Freunde hier all und der Klaus,

Du hast ihn verdient, und siehst auch so aus !! - -

 Und mit seinen Enkeln  -  ich bin halt so frei,

Bernd streng Dich an, jetzt wiegt er schon Drei !! –

 Überall da, wann immer er kann,

steht mit Lust und Liebe Fritz Barth seinen Mann,

es glänzt noch das Silber, wie neu am Gewande,

der BDK – Rhein-Sieg-Eifel am Bande,

er trägt ihn mit Stolz und das finden wir nett,

sogar Weihnachten und Ostern am Nachthemd im Bett !! - -

 Neben dem Tanzen und Lachen und Bützen,

erwähne ich hier auch den Orden der Küzen,

der ist etwas breiter und höher und größer,

verkörpert das Weingut der Winzerei Blöser,

wieder ein Stück der Geschichte vom Ort,

do lebt Tradition und der Wein weiter fort.

 Zur herrlichen Sitzung im Festsaal Kös`winter,

was singen die Jecken ?  Davor und dahinter ?

S`war  Stimmung und Trubel mit Spaß an der Freud,

Programm wieder spitze und lockte die Leut`,

Fritz Wenzel präsidierte und wird immer besser,

begrüßte den Mann mit dem Schlauch namens Kresse,

er lobte die Tanzchors in schicken Kostümen,

die Mädels der „Luftflotte“ eroberten die Bühne,

mal hielt ich die Luft an, bei tollkühnem Sprung

und dann kam das Beste: „Der bergische Jung“ !!

 Ich hatt`  schon gelacht, bei „dem Strunz und dem Büggel“,

der Kopf dät me wie und dä Buch bis zum Rügge,

doch was dieser Pauels aus der Bütt so verzällt,

war großartig – spitze und bestes von Welt

und fragt man mich Küze, was fällt Dir grad ein ?

- - im Leben danach möchte` ich Diakon sein !! -

 Bruce Kapusta, dem Clown mit Trompete,

gehörte spätabends die letzte Rakete,

sein`  Musik mit Tröte erfüllte das Haus,

die herrliche Sitzung - - um „1“  war sie aus ! –

geplant und gestaltet von Küze und Wigge,

wie hieß einst das Motto ?  „sie können sich gut ligge !“

Besonders die Sitzung aus Freude geboren,

ist Spaß und Vergnügen für unsere Senioren,

sie lachen doch gerne und schunkeln dann auch,

und Christa mit Angel, setzt noch einen drauf,

als Geigenvirtuose,  als Rieu mit Orchester,

die Spielschar der Frauen, war Feinkost vom Besten !

 Alles Solisten auf dem Instrument,

beurteilen kann`s  nur, wer von Mussik was kennt,

Birgit war mit der Trompete am schwingen,

fast lautlos war auch eine Harfe am klingen,

ein Trömmelchen sorgte für Rhythmus und Takt,

die Flöten und Pfeifen beim Einsatz auf Zack,

die Frau mit dem Becken - - ich mein`  die zwei Blech`

als diese ertönten – meine Ohren war`n  wech,

ich frag mich, wer schuf diese Komposition,

die klangvolle Reinheit im Stereoton,

am Schluss sollte alles harmonisch sich runden,

ein Sänger gesucht und der Winzen gefunden !! –

Man sah, er war schüchtern, mal heiß und mal kalt,

er muss auf die Bühne, mit sanfter Gewalt,

dann hat er getanzt und die Beine geschwungen,

dazu hat er lauthals den Liedtext gesungen,

mit Blick auf sein` Otti  -  und die hat gelacht:

„Ich würd`s  wieder tun – mit Dir heute Nacht“ !!  - Ja! – Ja! –

 Und sie murmelt leise für sich und ganz selig,

den Liedtext von Brings:  „Eine Nacht - - ist mir zu wenig “ !! –

 So zwischendurch frag ich – mal ganz indiskret,

wie es Hans Walbröhl seinen Füßen so geht ?

Man hörte er übte auf seiner Terrasse,

Du solltest doch lieber so Einlagen lassen,

Piorette und   Dreisprung mit Salto zum Stand,

das konnt` nicht gelingen, das lag auf der Hand,

in unserem Alter tut so was nicht gut,

jetzt humpelt er rum, hat die Beine kaputt !

 Sein`  Gertrud ermahnt ihn zur Vorsicht im Haus,

passt selber nicht auf und rutschte dann aus,

den Arm ausgekugelt, wie kannste das machen ?

Ihr habt jetzt den Schaden und wir was zu lachen ! –

 Ich muss noch berichten, von hier dieser Stelle,

die wirkungsvoll neue Verhaftungswelle,

ob schuldig oder nicht, die Hauptsach` sie kamen,

die Delinquenten von Rang und mit Namen,

die hatten Erfahrung aus vorigen Jahren,

weil deren Kostüme nicht ausreichend waren,

jetzt saßen die vor uns – ganz spaßig und bunt,

das wird jetzt gefährlich, Du kommst auf den Hund,

bevor man das alles so richtig gerafft,

wurd`  mancherorts Richter schon selber verhaft`,

 doch das ließ die Christel (Schute) total eisig kalt,

fungierte mit Strenge als Frau Staatsanwalt,

ob Bürgermeister, ob Mann aus dem Rat,

ob Mitglied im Landtag, egal wer was tat,

wer vor uns da saß, vorm –Narrengericht- ,

warum und wieso ?  selbst ich weiß es nicht,

bevor das Geschehen so mancher kapiert,

wurd`  dem sein Gesicht erst fotografiert,

und das wird im Steckbrief .  .  den nimmt er mit heim,

ein Jahr hat er Freigang – dann zieh`n wir ihn wieder ein !

 So wird für Senioren was Gutes getan,

bis „Knolleviertels Franz“  mit dem Sandkasten kam !! –

 Darin waren Münzen, tief unten versteckt,

mit Schaufel und Sieb wühlen wir in dem Dreck,

da war nicht nur Sand, auch Steine und Kiss,

vom Hund und der Katze  -  -  es roch auch nach Driss,

es hat sich gelohnt, uns`re  Kass`  hat gewonnen,

doch leicht war es nicht, an sein Geld dran zu kommen,

Ich wünsch mir so Menschen, wenn das Lachen wird knapp –

wie schön dass wir`n  haben,  den Küze:  Franz Strack !!

Dieser Samstag ist wichtig und schön,

wenn Küzen - Gardisten auf Beutezug geh`n ,

so mancher zahlt willig aus zweifacher Sicht,

er fürchtet sich sehr vor dem Narrengericht,

die Meisten geh`n mit und das Geld ist dann schnuppe,

sie folgen dem Duft unserer Erbsensuppe,

man versucht`s  mit Bestechung und kleinen Geschenken,

auch Bürgermeister Wirtz winkt mit Cognak`s   Getränken,

Bestechung ? Was ist das ? – Wir danken und strahlen

und können der Senioren ihr Sitzung bezahlen ! - -

 Und schließlich der Montag und Wigge`s  ihr Zug,

erst Sonne, dann Regen und davon genug,

„Me brängen et fädich“  und dreimal Alaaf,

ein lustiges Treiben mit Jubel und Klaaf,

und dann wurd geforscht und Experten gefragt,

es blieb noch geheim, kein Mensch hat gesagt,

wer wird neuer Prinz mit Prinzessin zur Seite ?

und wird dann ein Jahr lang die Narrenschar leiten ?

 Es knistert die Spannung - - dann knallten die Korken,

denn Christel und Axel, sie sind es geworden,

mit Zepter und Umhang und Federn am Hut,

wir Küzen sind sicher, die machen das gut !!

 So ist das im Leben,  Kamelle, Spaß und Freud`  ,

der Eine sammelt auf, was der Andere verstreut,

wir wünschen viel Frohsinn vor allen Dingen,

gesunde Regentschaft und dann wird man singen,

„E mol Prinz zu sin“  - bis zweitausendneun,

das wird uns Küzen und Wigge dann freu`n ,

 ich bin nun am Schluss, hab alles berichtet,

hoffe das Resi ihr Film ist belichtet,

wer in Bonn oder Köln kein Prinzenpaar find`,

man kann doch mal träumen und was man all spinnt,

die grün – weißen Farben, seh`n  immer gut aus, - -

Bewerbung – Fritz Wenzel ?

                                                Es grüßt  Euer Klaus  

                                                                          A l a a f  

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Verhaftung

am 02.02.2008

Bildimpressionen unter Fotoalbum

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Seniorensitzung

am 26.01.2008

(Generalanzeiger 29.01.2008)

(Fotos siehe Fotoalbum)

Niederdollendorfer Gesellschaften bieten Senioren jeckes Programm

Freud und Leid der Anglerfrauen

Von Guido Krawinkel

Niederdollendorf. "Dollendorf Alaaf" hieß es wieder bei den Senioren, die zu ihrer jährlichen Sitzung in der Turnhalle der Longenburgschule geladen hatten. Auch in diesem Jahr hatten sich die KG Küzengarde, die Fidelen Ströpper und die KG Me brängen et fädig zusammengetan und ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, das das Publikum in der annähernd voll besetzten Turnhalle gut drei Stunden lang begeisterte.

Bei Kaffee, Kuchen und Stimmungsmusik schunkelten sich die Narren warm und sangen nach Kräften mit - nicht nur bei der Oberdollendorfer Kfd, die mit ihrem Auftritt als Orchester à la André Rieu die Jecken begeisterte, sondern auch beim Musikzug Erpel, der mit stimmungsvollen Liedern für gute Stimmung sorgte.

Für kölsche humorige Tön sorgten fast ausschließlich lokale Kräfte wie Willi Armbröster und Christa Sülzen, die die Lachmuskeln der Jecken als Frau eines Anglers strapazierte. Sülzen sorgte nicht nur mit ihrem Anglerlatein für allgemeine Heiterkeit, sie berichtete auch von Freud und Leid, die man als Gemahlin eines Angelverrückten zu erdulden hat. "Eigentlich wollte mein Mann ja boxen, doch als das nicht geklappt hat, ist er lieber Angler geworden."

Ein Höhepunkt der Sitzung waren wie immer die Tanzdarbietungen. Mit der Kindertanzgruppe des DTC Grün-Orange Römlinghoven, die das Kinderprinzenpaar im Schlepptau hatte, und dem Erwachsenentanzcoprs des DTC hatte man Spitzenvertreter der Tanzkunst eingeladen, die zu Beifallsstürmen hinrissen.

Zum krönenden Abschluss gab sich auch noch das Niederdollendorfer Prinzenpaar die Ehre, das zusammen mit den Ostermannpänz für einen stimmungsvollen Höhepunkt als Abschluss der Seniorensitzung sorgte.


 

 

Sitzung der Küzengarde war voller Erfolg

(Fotos siehe Fotoalbum)

(Generalanzeiger 13.11.2007)

Beste Stimmung auch am Zehnten im Elften

Königswinter. (kwk) Die laufende Session ist kurz. So kurz, dass man bei der KG Küzengarde und der KG "Me bränge et fädig" keine andere Möglichkeit sah, als den Sessionsauftakt vorzuverlegen.


Und so traf man sich schon am Vorabend des Sessionsauftaktes am Elften im Elften in der Aula des CJD zu einer Gemeinschaftssitzung. Die Stimmung in der Aula entwickelte sich dementsprechend prächtig. Sitzungspräsident Fritz Wenzel konnte nicht nur dem bekannten Feuerwehrmann Kresse alias Klaus Bömeke begrüßen, der sich nicht nur als "Köln doofster Wehrmann" betätigte, sondern sich auch als todsichere Stimmungskanone erwies.

Stimmungskanone: Kölns doofster Wehrmann Kresse. Foto: Homann

Als schlagkräftiges Duo trat auch wieder "Strunz und Büggel" ("So blöd kann einer allein gar nicht sein") auf, die mit ihrer perfekt getimten Bühnenshow den Saal zum Kochen brachten. Neben den "Kalauern", die mit ihrer ganz speziellen Mischung aus Parodien, Gesang, Sketchen, Stimmung und kölschem Humor für gute Stimmung sorgten, gehörte der Auftritt des "Bergischen Jungs" alias Willibert Pauels zu den Höhepunkten der Sitzung.

Pauels, im Hauptberuf eigentlich Diakon, erwies sich einmal mehr als intimer Kenner der kölsch-katholischen Szene und erzählte so manches Anekdötchen aus dem Nähkästchen ("Ich darf viele tolle Sachen nicht, die ein Priester machen darf, aber dafür darf ich spannende Sachen machen, die kein Priester machen darf . . .").

Für Stimmung sorgten auch die Siebengebirgsperlen, die mit ihren bunten Kostümen die Bühne stürmten und mit ihrer artistischen Tanzformationen für Begeisterung im Saal sorgten. Musikalisch sorgten die Bands "Met Hätz und Siel" sowie der Clown unter den Trompetern, Bruce Kapusta, für gute Stimmung, von der sich auch das Niederdollendorfer Prinzenpaar Herbert I. und Brigitte II. bei ihrem Besuch in der jecken Hochburg überzeugen konnte.



 

 

Orden-/Ehrenabend

03.11.2007

(Fotos siehe Fotoalbum)

(Generalanzeiger 06.11.2006)

Wo angepackt werden muss, ist auf diese Vier Verlass

Küzengarde Oberdollendorf bedankt sich bei verdienten Mitgliedern
Von Gabriela Quarg

Oberdollendorf. Wer beim Orden- und Ehrenabend der Küzengarde ausgezeichnet werden wird, ist ein Geheimnis, das der Vorstand der Karnevalsgesellschaft genauso gut hütet wie das Nobelpreiskomitee seine Preisträger.
Im Gegensatz zu diesen bekommen die neuen Würdenträger aus Oberdollendorf allerdings zuvor keinen Anruf, der sie über die Auszeichnung informiert. Und so saßen Dirk Wenzel, Lorenz Schwindt, Fritz Barth und Bernd Wenzel völlig ahnungslos beim Sessionsauftakt im Saal des Weinhauses Lichtenberg und wussten nicht im Geringsten, was auf sie zukommt. Umso größer die Freude bei Dirk Wenzel, als er von Theo-Werner Honnef, Vorsitzender der Küzengarde, und vom Präsidenten Fritz Wenzel mit der vereinseigenen Verdienstmedaille ausgezeichnet wurde.

"Wo angepackt werden muss, ist auf Dirk Wenzel hundertprozentig Verlass, sei es beim Saalaufbau, Wagenbau und sonstigen Vereins- und Dorffesten", lautete es in der Laudatio. Ebenfalls ein Verdienstorden des Vereins ging an Lorenz Schwindt, der "schnell ist wie die Feuerwehr, mindestens genauso hilfsbereit und im Vereinsleben unverzichtbar."

Seit 30 Jahren ist er Mitglied der KG, packt stets bei allen Arbeiten vor und hinter den Kulissen mit an und ist mittlerweile auch im Vorstand tätig. Jeder Verein braucht Mitarbeiter, die nicht nur im Rampenlicht stehen wollen. Solch jemand ist Fritz Barth, der ebenfalls schon drei Jahrzehnte Mitglied der Küzengarde ist.

Aufgrund seines handwerklichen Geschicks trägt der Senator im Verein den liebevollen Spitznamen "Holzwurm". Dass er "Rat und Tat nie vordergründig zur Verfügung und zur Schau stellt, sondern für viele unerkannt, stets aus dem Hintergrund heraus hilft", ist Grund, ihn mit dem Verdienstorden in Silber des Regionalverbandes Rhein-Sieg-Eifel (RSE) im Bund Deutscher Karneval auszuzeichnen. In der Vergangenheit bereits mehrfach für seine Verdienste ausgezeichnet wurde Bernd Wenzel. In diesem Jahr wurde dem Karnevalisten, der bereits seit 32 Jahren Mitglied der Küzengarde ist, jedoch eine ganz besondere Ehrung zuteil. "Nach langer Abstinenz haben wir noch mal den 'Goldenen Küzejung' als Sonderauszeichnung für Bernd Wenzel aktiviert", so Theo-Werner Honnef und Fritz Wenzel.

Der Küzejung ist etwas ganz Besonderes. Dass er seit Jahren nicht mehr verliehen wurde, lag nicht nur daran, dass sich in den Reihen der Küzengarde kein würdiger Empfänger gefunden hätte. Vielmehr gab es einfach niemanden, der das Püppchen in den Vereinsfarben gold und grün hergestellt hätte, wie Schriftführer Horst Lorenz verriet.

Mit Marlene Franz hatte der Vorstand aber nun eine Oberdollendorferin gefunden, die gut mit Nadel und Faden umgehen kann und den lustigen Gesellen aus Wolle nach einem Muster in vielen Stunden von Hand gefertigt hat. Er wird sicher künftig einen Ehrenplatz bei Bernd Wenzel finden, der nicht nur mitverantwortlich bei der Programmgestaltung der Haupt- und Seniorensitzung ist. "Vielmehr wissen alle seine Fähigkeiten beim Auf- und Abbau zu schätzen und auch beim Wagenbau ist er bei Streitigkeiten über die Reihenfolge der Arbeiten die allerhöchste Autorität."


 


 

Ehrung: Küzengarde-Präsident Fritz Wenzel (links) und Vorsitzender Theo-Werner Honnef (rechts) nehmen die Ausgezeichneten Dirk Wenzel (2. von links) und Lorenz Schwindt in ihre Mitte. Foto: Handt

 

 

Kegeltour  27.10.2007

(Fotos siehe Fotoalbum)

 

Lange geplant, gut geplant. Zehn muntere Kegler, in Begleitung ihrer besseren Hälften haben sich zur Kegeltour aufgemacht. 

Zunächst ging es um 9.00 Uhr mit dem Bus nach Dernau. Dort erwartete uns ein schöner gedeckter Frühstückstisch mit frischen Brötchen, leckerem Aufschnitt, Käse und allem was zu einem perfekten Frühstück gehört. Die Winzerfamilie Andreas Kreuzberg hatte alles bestens vorbereitet. Da dem Frühstück ausdauernd zugesprochen wurde, konnten wir auch anschließend zu einem Gläschen Wein greifen und so den wunderbaren Ahrwein probieren. 

Gut gesättigt folgte eine kleine Wanderung nach Rech, wo wir beim Weingut Adolf Schreiner einkehrten. Eine Führung durch die Kellerlandschaft wurde dann durch eine Weinprobe abgerundet. Danach wurde dann dem Zwiebelkuchen zugesprochen. 

Nun musste sich wieder etwas bewegt werden und wir gelangten nach Mayschoß. Auf dem dortigen Winzerfest tranken wir noch ein Gläschen Wein, bis wir wieder abgeholt wurden. 

Gegen 19.00 Uhr endete unsere Tour und sie fand ihre Fortsetzung in der Bauernschenke, wo ein frisches Bier durch die Kehle ran. 

Wir hatten einen schönen Tag erlebt, unser großzügiger Vorsitzender des Kegelclub, Hans Walbroel, hatte die Spendierhosen an und tief in die Kegelkasse gegriffen und es hat sich mal wieder gezeigt, dass auch Kallewürfe bei einem Kegelclub sinnvoll und gut sein können

 

Frühtour 2007

(Fotos siehe Fotoalbum)

 

Die Rücksprache des Vorstandes mit Petrus hatte Erfolg. Strahlend blauer Himmel begrüßte uns am 08.07.2007 zur Frühtour. 

Viele Mitglieder haben sich am Lindenbaum getroffen und sind dann gemeinsam mit dem Bus nach Heisterbacherrott gefahren. Von dort ging es dann Richtung Petersberg, wo eine Zwischenpause auf der Terrasse des Hotel Petersberg eingelegt wurde. Wir genossen den Blick ins Tal und die vom Vorsitzenden, Herrn Theo-Werner Honnef, herbeigeschafften kühlen Getränke. Nach einer kurzen Pause stürzten wir uns dann zu Tal in den Hof des Schützenhauses. 

Dort erwartete uns ein leckeres Buffet mit allerlei Speis und Trank, was von freundlichen Küzedamen angefertigt worden war. Nach einigen Stunden fröhlicher Gemeinsamkeit gingen alle Küze froh nach Hause.

 Wir danken allen Spendern der Leckereien

Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass unser Mitglied Uwe Körner nicht nur seinen Hund "Fritz" dabei hatte sondern auch seinen Fotoapparat. Die Fotos sind im Fotoalbum zu bewundern.

 Unser Präsident, Herr Fritz Wenzel hat darauf hingewiesen, dass am 10.11.2007 bereits die Gemeinschaftssitzung in der Aula der CJD durchgeführt wird. Ein tolles Programm wird uns geboten ( u.a. Feuerwehrmann Kresse, Willibert Pauls – der Diakon aus dem Bergischen - , Strunz und Büggel, die Kalauer und als Abschluss Bruce Kapusta mit seiner Trompete)

 

 

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Impressionen vom Rosenmontagszug in

Niederdollendorf am 19.02.2007 finden 

sie im Fotoalbum !!!

Nachlese beim Fischessen 

am 20.02.2007

vorgetragen von unserem Senator Klaus Weber :

Küzennachlese 2006 – 2007  

 In Stadt und Land, in jedem Saal,

feiert man heut` Karneval,

in Beuel, Bonn und Römlinghofen,

sieht man Leut` beim Tanz und Schwofen,

auch Niederdollendorf am Rhein,

schwingt wie wild mit Ärm und Bein,

auch Köln und Düsseldorf bis Mainz,

doch für mich bleibt Nummer Eins,

wenn hier im Ort die Küzen rufen:

„auf, auf die Garde, in die Hufe „! –

und erstaunlich – in der Tat,

auch die Wigge ston parat,

dann gibt`s  bei Jungen und den Alten,

auch kein Zögern mehr, - kein Halten,

dann passiert es – Gott sei Dank,

die Uniform will aus dem Schrank,

Du brauchst uns dann auch nicht mehr suchen,

wird hörbar laut  „Alaaf“  gerufen !! - -

 

Ehre dem, wem Ehr gebührt,

die werden erst hier aufgeführt,

am 11.11. traf man sich,

zur aller ersten Küzenpflicht,

hier hat es gleich vier Leut`  ereilt,

an die besonders was verteilt !

 

Erstrebenswert ist er geworden,

der „Last not Least“  Gesellschaftsorden

und den bekam, ich fand es nett,

„Kützens – Mauksch`s – Elisabeth“ !!

Die Frau ist fleißig und macht mit,

und Alles freut sich, dat sen  kritt !!

 

Und die Küzen war`n  auf Zack,

den gleichen Orden kriegt der Strack,

was ha`m  wir über den gelacht,

weil der uns soviel Freude macht,

„Last not Least“  gilt voll und ganz,

für unseren „Knolle-Viertels-Franz“ ! - -

 

Und noch zwei Küzengard – Experten,

sollen Senatoren(rin)  werden,

Winzen`s  Karl hat hier zu sagen

Und zwei Richtige vorgeschlagen.

 

Maria Wagner ist`s  geworden,

sie trägt den Senatorenorden,

und ganz besonders find ich gut,

dass sie prima Kegeln tut ! –

Wenn die grüne Kugel rollt,

weis man nie, ob sie`s  gewollt,

wir Spezialisten kucken dumm,

bei ihr fällt meistens Alles um !! - - -

Der Steeg, die Noldens und der Lenz,

befürchten schon die Konkurrenz,

Käth und Kätchen, die zwei Damen,

fügen sich in Gottes Namen,

Alois – Jochen – Fritz und Klaus,

König werden ?  nix mehr – aus !

Nur Axel Mauksch kann hier auf Erden,

beim Kegelwettstreit  Prinz noch werden ! - -

 

Und Josef Wolf, der zweite Mann,

bemüht sich, ob er`s  auch so kann,

doch schnurstracks rollt sie in der Kalle,

zur Schadenfreude von uns allen,

dann gewinnen wir mit List –

wie gut, dass Du Senator bist ! !

 

Auf der Sitzung der Senioren,

war noch ein Küze auserkoren,

der hoch zu dekorieren war

und wurde überrascht, sogar. –

 

Karl Winzen hat jetzt – es ist toll,

den BDK – Verdienst .  .  .  in Gold,

ach was red` ich für ein Schmalz,

den hat er doch schon längst am Hals,

die Steigerung, was kaum wer kannte,

ist dieser Orden – mit Brillanten !!

 

Ich hab ihn in der Hand gehabt,

ein halbes Kilo wiegt der schlapp,

Du kannst jetzt keinem Mensch mehr trauen

Und musst  `nen  größeren Tresor bauen !

 

Ich meine:  Fritz Wenzel, nun sei schön brav,

für diese vier  Küzen, ein 3-fach  „Alaaf“ !

 

Wo wir von den Orden sprechen,

muss ich eine Lanze brechen,

unser Orden für dieses Jahr,

stellt das Weinhaus „Mühle“ dar,

originell und auch farblich schön,

ist das Schmuckstück anzuseh`n,

der Orden funkelt am grün-weißen Band,

ein Gremium nahm ihn sich zur Hand

und wenn er dort Beachtung find`,

womöglich einen Preis gewinnt,

dann freut sich auch – ich stell es mir vor,

der Ordenszeichner Burkhard Mohr !

  

Als die Stimmungswellen wogten

Und die Jecken lauthals tobten,

wusste jeder, hier geht`s  lang,

Gemeinschaftssitzung war in Gang !

 

„Me bränge et fädig“  und „Küze – Alaaf“

sorgten für Stimmung und lustige Klaaf,

die Ostermann-Pänz und  „Willi mit Klaus“

Elfriede zog mit Postalia in`s  Haus,

den 11er – Rat darf ich nur ja nicht vergessen,

ein Musik-Duett hieß: „De Butzedresse“,

et Christa Sülzen war Traumtourist,

jetzt weis ich erst, wie Camping so ist !

 

Die Blechharmoniker begeistern die Narren,

und dann kamen sie endlich, wo alle d`rauf  harren,

denn dann auf der Bühne – ein Augenschmaus,

es riss mich vom Stuhl – ich mein mich hier – de Klaus,

der Cheerleader Show-Tanz vom Kölner FC,

Sprünge, Figuren, war`n  reichlich zu seh`n,

rot-weiße Kostüme – die kannst Du vergessen,

die hörten zum Fußball:   0 : 5 gegen Essen !! - - ?

 

So zwischendurch muss ich ein Bisschen was unken,

Horst Lorenz, Du hattest doch gar nichts getrunken ?

Und trotzdem bist Du darnieder gesunken ?

Zuerst war ich traurig, dann hab ich gedacht,

die friedliche Wilma - - was haste gemacht ?

Weis wirklich nicht, wie man denn so was tut ?

Jetzt humpelt er rum und hat die Beine kaputt ! –

 

Zum Schluss noch die Sitzung für uns`re Senioren,

auch hier blieben die Lachmuskeln nicht ungeschoren,

die Freude war groß, hab selbst es erlebt,

wenn man als „Müllmann“  vor Publikum steht,

es ist doch so einfach mit Schunkeln und Lachen,

dem älteren Semester viel Freude zu machen !

 

Mein Bericht endet gleich, an dieser Stelle,

vom Küzengericht und Verhaftungswelle,

Verhafteten wurd` es mal heiß und mal kalt,

sie saßen vor ganz neuem Staatsanwalt,

Christel Schute konnt` man erstmals erleben,

sie hat einen prima Einstand gegeben,

wer so was erlebt, hat den Himmel auf Erden,

es war eine Freude, verhaftet zu werden !! –

 

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Alaaf zusammen !

        

 

Verhaftung

am 17.02.2007

(Generalanzeiger 19.02.2007)

 

Erinnerungsfotos im hauseigenen Klingelpütz

Gardisten durchstreifen die Gassen und führen die Angeklagten in der Bauernschenke und der Gaststätte Richarz vors hohe Gericht

Von Guido Krawinkel

Oberdollendorf. Karneval ist eine ernste Sache. Denn wenn es um den Verrat am karnevalistischen Gemeingut geht, hört der Spaß auf. Nicht umsonst tagen in diesen Tagen zahlreiche Narrengerichte, um die schwarzen Schafe zur Rechenschaft zu ziehen.

Das närrischen Strafgericht in Oberdollendorf... Foto: Frank Homann

So auch in der Oberdollendorfer Bauernschenke, in der die KG Küzengarde zu Gericht saß. Bereits vormittags durchstreiften Gardisten in Uniform die Gassen, um die Angeklagten vorzuladen und dem Gericht zuzuführen. Im "Gerichtssaal" saßen schon etliche Gardisten, darunter auch "Richter" Klaus Weber und "Staatsanwältin" Christel Schute, die mit Spannung die Verurteilung der ersten Angeklagten erwarteten.

Zuversichtlich, dass man genügend Anklagepunkte finden würde, waren alle: "Es wird sich immer etwas finden", meinte Horst Lorenz, Schriftführer der Küzengarde, optimistisch. Man war gut vorbereitet und hatte die Verfehlungen detailliert aufgelistet.

Bürgermeister Peter Wirtz musste sich etwa wegen seines rot-weißen Karnevalskostüms verantworten. Das Fehlen der Farben der Küzengarde (grün-weiß) wurde ebenso bemängelt wie ein flüssiger Beweis seiner Ehrenbürgerschaft in der Partnerstadt Cognac: Ein Fläschchen des edlen Tropfens sollte schon dabei rausspringen, so das Gericht. Auch andere Prominente sahen sich mit herben Vorwürfen konfrontiert.

So wurde Nadja Krause vom Bungertshof vorgehalten, ins Ausland nach Ramersdorf ungezogen zu sein und die diesjährige Sitzung der Küzengarde vergessen zu haben. Selbst verdächtig gemacht hatte sich Wilhelm Schröder vom Restaurant Tour de France. Er hatte sich schon vorab ein mildes Urteil sichern wollen und versucht, die "Staatsanwältin" zu bestechen. Dies wurde sogar noch strafverschärfend gewertet und er musste sich wie alle Angeklagten mit einer Spende freikaufen. Die kam wie in jedem Jahr einem guten Zweck zugute.

Profitieren werden unter anderem die Karnevalsveranstaltungen im Kindergarten, der Schule und die Seniorensitzung. Je nach Höhe der Spende durften sich die Verurteilten dann auch über einen Orden der Küzengarde freuen. Eines jedoch bekamen alle nach überstandener Verhandlung: einen Teller frische Erbsensuppe. Auf Gerichtskosten.

 

 

Seniorensitzung

am 10.02.2007

(Generalanzeiger 13.02.2007)

(Fotos siehe Fotoalbum)

Dollendorfer Senioren singen nach Kräften mit

Karl Winzen für 28 Jahre als Präsident geehrt

Niederdollendorf. (kwk) "Kölle Alaaf" hieß es wieder bei den Dollendorfer Senioren, die zu ihrer jährlichen Sitzung geladen hatten. Auch in diesem Jahr hatten sich die KG Küzengarde, die Fidelen Ströpper und die KG Me brängen et fädig zusammengetan und ein stimmungsvolles Programm auf die Beine gestellt.

Narren unter sich: Fritz Wenzel (l.) und Theo Werner Honnef (r.) mit Karl Winzen, der für 28 Jahre als Sitzungspräsident geehrt wurde. Foto: Handt


Gekommen waren viele Senioren, so dass die Sporthalle des Schulzentrums in Niederdollendorf gut gefüllt war. Bei Kaffee, Kuchen und Stimmungsmusik schunkelten sich die Narren warm und sangen nach Kräften mit - nicht nur bei der Oberdollendorfer KfD, die ihren Auftritt mit stimmungsvollen Liedern gestaltete, sondern auch beim Musikzug Bergklänge aus Heisterbacherrott.

Für kölsche humorige Tön sorgten bewährte Kräfte wie Klaus Weber als "Müllmann", Hans Remig, Willi Armbröster und "Der Een on der Anne" alias Udo Kohn und Thomas Berschbach, die die Lachmuskeln der Jecken kräftig strapazierten.

Ein Höhepunkt der Sitzung waren auch in diesem Jahr wieder die Tanzdarbietungen. Mit dem Kindertanzcorps der Fidelen Ströpper und dem Damentanzcorps Grün-Orange Römlinghoven hatte man Spitzenvertreter der Tanzkunst eingeladen, die die Zuschauer zu Beifallsstürmen hinrissen.

Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung war die Ehrung von Karl Winzen, der von Dieter Witt vom Festausschuss Siebengebirge für seine 28-jährige Tätigkeit als Sitzungspräsident der Seniorensitzung geehrt wurde.

 

Rundblick Siebengebirge

vom 17.02.2007

Überraschung auf der Seniorensitzung in der Longenburgschule

 

(bn) Dollendorf. Zum 28sten Male präsidierte Karl Winzen die Seniorensitzung, allerdings nur zu Anfang. 57 Jahre ist es schon her, dass Karl Winzen als Mitglied einer Gruppe von 25 Männern die Küzengarde von Oberdollendorf gegründet hat, und von Anfang an bis heute bekleidete er Ämter in deren Vorstand. In der großen gemeinsamen Seniorensitzung der drei Karnevalsgesellschaften, Fidele Ströpper, Mer bringe et fädig und Küzengarde übergab er das Zepter nun dem Präsidenten der Küzengarde, Fritz Wenzel, der jetzt also auch Präsident der Altensitzungen ist. Es war ein ehrenvoller Abschied: Bernd Breuker als geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Festausschusses Bonn-RheinSieg-Eifel verlieh dem völlig Überraschten den Orden des Bundes Deutscher Karneval in Gold mit Brillanten. Eine so hohe Ehrung hatte Karl Winzen nicht erwartet.

Bürgermeister Peter Wirtz und Bürgermeister Professor Gola waren ebenfalls gekommen; nach kleiner karnevalistischer Ansprache übergaben sie einen Briefumschlag mit einem Kostenbeitrag für die Veranstaltung. Auch mehrere Stadträte sowie Landtagsabgeordnete Andrea Milz genossen das bunte lustige Programm, das in der gemütlich engen, bunt geschmückten Turnhalle der Longenburgschule ablief: Das Kindertanz-Corps der KG Fidele Ströpper brauchte längst kein Eis mehr zu brechen, Hans Remig als Feuerwehrmann trainierte die Lachmuskeln, der Musikzug Bergklänge Heisterbacherrott erschien in Uniformen der Ehrengarde der Stadt Bonn, und die Katholische Frauengemeinschaft Oberdollendorf hatte einen tollen Sketch einstudiert, bei welchem sie Nana Mouskouri im Playback nachmachte. Mit Willi Armbröster stellte sich dann ein weiteres „Eigengewächs" auf die Bühne: schon seit 45 Jahren ist er dabei. In diesem Jahr zeigte er sich als Traumtourist. Die Stimmung in der Turnhalle erreichte ihren Höhepunkt, als die Niederdollendorfer Prinzessin Elfriede erschien; das Kindertanzcorps der Fidelen Freunde Postalia hatte sie mitgebracht und die Swinging Fanfaren. Weiter ging´s mit Klaus Weber, der sich als Müllmann seine Gedanken gemacht hatte.

Schließlich überbrückte ein humoristisches Zwiegespräch Eifeler Narren die Wartezeit zum glanzvollen Auftritt des Damen Tanz Corps Grün-Orange Römlinghoven. Die versprühten ansteckende Freude am Tanz; der Funke sprang sofort über, die Bitten um Zugaben wurden gerne erhört und noch im Abmarsch übertrug sich ihr Rhythmus auf das begeisterte Publikum. In der ganzen Sitzung wurde das Besondere einer Karnevalssitzung deutlich, in welcher die auf der Bühne und jene vor der Bühne sich gegenseitig als Nachbarn kennen. Sogar das Stückchen Wirtschaftsgeschichte blieb lebendig, das sich hinter den Namen der drei beteiligten Karnevalsgesellschaften verbirgt.


 

4. Gemeinschaftssitzung

am 03.02.2007

(Fotos siehe Fotoalbum)

(Extrablatt 07.02.2007)

Gemeinsam singe, danze, laache

Stimmung bei der Gemeinschaftssitzung der beiden Dollendorfer Karnevalsgesellschaften

Königswinter - Bereits zum vierten Mal gaben sich die Ober- und die Niederdollendorfer Jecken ein Stelldichein bei der Gemeinschaftssitzung der "Küzengarde" und "Me brängen et fädig" in der Aula der CJD-Schule.

Das Zusammengehen hat sich bewährt: Schon vor Beginn der Sitzung herrschte beste Stimmung; Piraten, Clowns, Teufel und andere Verdötschte schunkelten, lachten und freuten sich auf den Abend. Sie wurden nicht enttäuscht. Gleich zu Beginn begeisterten die Rheingarde von den 7 Bergen und die Ostermannpänz das Publikum mit ihren Tänzen. Auch das Kinder- und Jugendtanzcorps der Fidelen Freunde Postalia, das mit der Niederdollendorfer Prinzessin Elfriede I. und deren Gefolge auftrat, wusste gekonnt die Beine zu schwingen. Bevor die "Sweet Kisses" aus Thomasberg und die Cheerleader des 1. FC Köln mit ihren Showtänzen den Jecken einheizten, hatten der Bauchredner Klaus Ruprecht mit Willi, "dem frechsten Affen Deutschlands", und das Eifeler Duo "Der Een on der Anne" schon kräftig vorgeheizt. Wer wusste schon, dass "Zahnseide für den Hintern" ein String-Tanga ist? Christa Sülzen von der Küzengarde, "Der Leo", "De Botzedresse", Die "Blech-Harmoniker" und "Fuffzichzehn" sorgten bis zum frühen Morgen abwechselnd für stetes Zucken der Lachmuskeln und der Glieder. (cg)

Bunt kostümierte Jecke amüsierten sich köstlich. Foto: Gast

 

Sessionseröffnung 2006

(Fotos siehe Fotoalbum)

(Generalanzeiger 13.11.2006)

 

(Express 13.11.2006)

Frühtour 2006

(Fotos siehe Fotoalbum)

 

Am  09.07.2006 führte die Gesellschaft wieder ihre allseits beliebte Frühtour durch. Dazu hatte sich der Vorstand etwas besonderes einfallen lassen. 

Nach kurzem Fußweg Richtung Niederdollendorf ging es mittels Fähre auf eine Bootstour auf die linke Rheinseite. 

Unter ortskundiger Führung in der uns fremden Umgebung, fanden wir dann in der Rheinaue auch unseren Vorsitzenden Theo Honnef wieder. Dieser hatte für alle müde Wanderer zumindest flüssige Nahrung mitgebracht. Nach kurzer Pause ging es dann weiter quer durch die Rheinaue, bis wir dann auf ein öffentliches Verkehrsmittel trafen. Wir enterten die Linie 66 und ab ging es wieder nach Oberdollendorf zum Schützenhaus.

Dort erwartete uns ein leckeres Buffet mit allerlei Speis und Trank, was von freundlichen Küzedamen angefertigt worden war. Nach einigen Stunden fröhlicher Gemeinsamkeit gingen alle Küze froh nach Hause um rechtzeitig zum Fußball wieder daheim zu sein.

Wir danken allen Spendern der Leckereien.

Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass einige fußschnelle Küze aus der Rheinaue wieder per pedes nach Oberdollendorf zurückgelaufen sind.

-.-.-.-.-.-

Viel Spaß hatten wir auch beim Rosenmontagszug

in Niederdollendorf am 27.02.2006

(Generalanzeiger vom 28.02.2006)

(mehr Fotos siehe Fotoalbum)

 

Verhaftung 

am 25.02.2006

 (Generalanzeiger vom 28.02.2006)

Oberdollendorf. (hoh) Die Fünfte Jahreszeit bringt auch Veränderungen in der Rechtsprechung mit sich. Verfehlungen, wie etwa unkarnevalistisches Verhalten, die bei echten Jecken sonst eher Mitleid hervorrufen, werden während der närrischen Tage unnachgiebig verfolgt und geahndet.

So auch in Oberdollendorf. Dort war das aus dem Ankläger Karl Winzen, dem Richter Klaus Weber und dem Beisitzenden Theo-Werner Honnef bestehende Narrengericht der Küzengarde am Samstag in der Bauernschänke zusammengetreten.

Viele Angeklagte hatten in den Tagen zuvor schon Aufforderungen erhalten, sich freiwillig dem Narrengericht zu stellen. Die meisten von ihnen kamen dieser Aufforderung nach, darunter Bürgermeister Peter Wirtz, die Landtagsabgeordnete Andrea Milz und viele Kommunalpolitiker, Vereinsvertreter und Geschäftsleute.

Den meisten ihrer Verteidigungsargumente durchaus zugängig, musste Richter Klaus Weber doch letztlich feststellen, dass kein Mensch perfekt ist und selbst engagierte rheinische Jecke Fehler machen und Nachlässigkeiten begehen.

Geldstrafen, die für die Erhaltung des karnevalistischen Brauchtums, für den Seniorenkarneval und Kindergartenbesuche verwendet werden, mussten also bei allen Angeklagten verhängt werden. Selbst Cilly Weber, die Frau des Richters, blieb davon nicht verschont.

Narrengericht in Dollendorf: Ankläger Karl Winzen, Richter Klaus Weber und Beisitzer Theo-Werner Honnef stellen Cilly Weber unter Anklage. Foto: Handt

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3. Gemeinschaftssitzung 

am 11.02.2006

 (Generalanzeiger vom 13.02.2006)

(mehr Fotos siehe Fotoalbum)

 

Bei der Gemeinschaftssitzung kommt keiner zu kurz

Küzengarde und "Me brängen et fädig" feiern in der CJD-Aula in Königswinter - Gedenken an Ottmar Rinschede

Königswinter. (duh) Dass Karneval nur Spaß macht, wenn man mit anderen feiert, wird den Jecken bereits mit in die Wiege gelegt.

Müde Karnevalisten: Die "Alten Kameraden" aus Oberkassel täuschen Müdigkeit vor. Foto: Holger Handt

Das Mariechen der Eitorfer Turmgarde in der CJD-Aula ist nicht klein zu kriegen. Foto: Holger Handt

 

 

Zum dritten Mal hielten sich auch die Karnevalsgesellschaften "Me brängen et fädig" aus Niederdollendorf und die Küzengarde aus Oberdollendorf an diese Lebensweisheit und veranstalteten in der Aula der Jugenddorf-Christophorusschule ihre Gemeinschaftssitzung.

Gut besucht: Über eine zu geringe Resonanz können sich die Dollendorfer Karnevalisten auch in diesem Jahr bei ihrer Gemeinschaftssitzung nicht beklagen. Foto: Holger Handt

Das unbeschwerte Feiern fiel dabei sicherlich vielen schwer, wie auch Sitzungspräsident Fritz Wenzel von der Küzengarde in seiner Einleitung zugab: "Wie Ihr seht, stehe ich heute allein als Präsident hier oben, denn am Donnerstag mussten wir leider den Ottmar zu Grabe tragen."

Ottmar Rinschede, Vorsitzender und Präsident der KG "Me brängen et fädig", war eine Woche vor der Sitzung überraschend verstorben. Die Veranstaltung deshalb abzusagen, kam für die Gesellschaften nicht in Frage, wie Rainer vorn Hüls, Literat der Niederdollendorfer KG, klar stellt: "Es wäre sicherlich im Sinne von Ottmar, der am Elften im Elften geboren wurde, wenn wir heute feiern."

Stattdessen wollten die Karnevalisten dem Verstorbenen mit einem gelungenen Abend zeigen, dass sie in Gedanken bei ihm sind. Das Publikum gedachte seiner mit lang anhaltendem Applaus.

Im Verlauf des Abends sollte sich die Stimmung dann als gewohnt jeck erweisen. Vorn Hüls zeigte sich zufrieden mit dem Kartenverkauf in der gut besuchten Aula, auch wenn diese nicht so voll war, wie es bei den großen Sitzungen der Königswinterer Gesellschaften der Fall ist.

Dennoch hat sich die Kooperation beider KGs, die allein nicht so viele Besucher locken würden, gelohnt. Einige Narren schossen mit den in Mode gekommenen Spaghetti aus der Sprühdose um sich und hatten dabei sichtlich Spaß.

Den hatten die Besucher auch mit Musikgruppen wie den "Kribbelköpp" und den "Bönnsche", dem Siebengebirgsprinzenpaar Dieter I. und Marion I., Büttenrednern wie "De bonte Pitter" und dem Beueler Stadtsoldaten-Corps "Rot-Blau 1936", das in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert.

Die Beueler hatten den Elferrat gleich zu Beginn beim Einmarsch begleitet, was diesen jedoch nicht daran hinderte, nach der Pause noch mal in neuer Besetzung einzuziehen. Während vor der Pause sechs Mitglieder der Küzengarde im Elferrat saßen und nur fünf von "Me brängen et fädig", war das Verhältnis im zweiten Teil der Sitzung umgekehrt. Bei einer Gemeinschaftssitzung soll eben keiner zu kurz kommen.

 

Start in die neue Session 2005/2006

im Bungertshof 

am 12.11.2005

(Fotos siehe Fotoalbum)

(Generalanzeiger vom 15.11.2005)

Oberdollendorf. (lan) Der Ort für die Sessionseröffnung der KG Küzengarde Oberdollendorf war besonders passend gewählt. Denn auf dem Orden der Session 2005/06 prangt als ortstypisches Gebäude dieses Mal der Bungertshof, in dem die Veranstaltung stattfand.

So verliehen die "Küze" ihren neuen Gesellschaftsorden nach der Vorstellung auch gleich an die Hausherrin Nadja Jansen. Der Vorsitzende der Küzengarde, Theo-Werner Honnef, und ihr Präsident Fritz Wenzel hatten zuvor die Mitglieder der KG und auch einige "Wigge" von der KG "Me bränge et fädig" aus Niederdollendorf begrüßt.

Hauptprogrammpunkt waren anschließend zwei Ehrungen: die Verleihung des Vereinsordens "Last not Least" an Lothar Finger und Hans Walbroel sowie die Verleihung des Verdienstordens in Silber des Regionalverbandes Rhein-Sieg-Eifel (RSE) an Franz Lenz und Ralf Junkersdorf. Senator Franz Lenz ist seit fast 30 Jahren Mitglied der KG. Der Verein schätzt ihn nicht nur für seine Hilfe, die er mit Rat und Tat stets aus dem Hintergrund heraus leistet, sondern auch für seine Mitbringsel aus dem jährlichen Schwarzwald-Urlaub, die er dann der Tombola zur Verfügung stellt.

Ralf Junkersdorf, Mitglied im Elferrat und im Vorstand der KG, stellt sein handwerkliches Geschick beim Saalaufbau und Wagenbau in den Dienst der KG und gilt als zuverlässiger Bewahrer des Kamelle-Lagers. Seinen Eintritt in die KG im Jahr 1983 bezeichnen die Freunde noch heute als "glückliche Fügung". Lothar Finger bekam die Verdienstmedaille des Vereins für sein Engagement beim Saalaufbau, beim Wagenbau und bei der Verhaftungswelle.

Außerdem achtet er mit Lieferungen von "Finger's Rollmöpsen" auf die gesunde Ernährung der Jecken und ihre Versorgung mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Mit Hans Walbroel kann die KG sich über einen vereinserfahrenen Mann freuen, der auch in der Sankt Sebastianus Männerbruderschaft, im TuS Ober- und Niederdollendorf sowie im Bürgerverein Römlinghoven in den Vorständen aktiv war.

In der Küzengarde ist er nicht nur Vorstandsmitglied, sondern auch "Kopf" des Kegelclubs im Elferrat, wo er gekonnt Fahrten und Unternehmungen organisiert.

          Präsident Fritz Wenzel (von links) mit Hans Walbroel, Lothar Finger und Theo-Werner Honnef.    Foto: Homann

 


 

 

Tour nach Mainz des Elferrats-Kegelklubs

am 06.08.2005

(Fotos siehe Fotoalbum)

Pudel und Kalle sei Dank. Strafe für Strafe aufeinander gelegt, ergab jetzt ein dickes Polster mit dem der Kegelclub des Elferrates verreisen konnte. 

Am 06.08. haben wir unsere besseren Hälften unter den Arm genommen und sind mit der Fa. Decker ins Nachbarland gefahren.

 

Die Domstadt Mainz war unser Ziel. Nach einer Dombesichtigung und einem geführten Stadtrundgang durch die Mainzer Altstadt haben wir uns mit Wein und Bier sowie typischen Weinschmankerl gestärkt. Anschließend folgte dann der gemütliche Teil. Das rheinhessische Winzerdorf Gau-Bickelheim war dann unser Ziel. Bei einer schönen Weinprobe, gutem Essen und leckeren Tropfen klang der Tag im Weingut Alfons Schnabel aus. Kaum hatten wir den Bus wieder bestiegen, fielen die ersten Tropfen. Aber die störten uns in unserer guten Weinlaune nicht mehr.

 

Nach einem Abschlusstrunk in der Bauernschenke klang dann der Tag aus.

Wir sollten uns in der Zukunft nicht allzu sehr anstrengen und weiterhin viele Kallen und Pudel schmeißen, damit bald wieder ein Ausflug ansteht.

 

 

Frühtour der Küzengarde vom 17.07.2005

Um 9,30 Uhr sind an einem heißen, aber in den Morgenstunden noch recht frischen Tag, viele Küzen wieder zusammengekommen. Die traditionelle Frühtour stand wieder an. Zwar haben das Wetter und die Urlaubszeit die Teilnehmerzahl etwas schrumpfen lassen, aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan.

Mit dem Bus auf den höchsten Pass im Siebengebirge, der Margarethenhöhe, und von dort bergabwärts Richtung Parkplatz im Mantel. Der Weg bis dahin war zwar kurz, aber der Durst stellte sich pünktlich ein, als unser Vorsitzender Theo Honnef zur Zwischenrast am Weilberg bei Wein, Bier und viel Wasser einlud. Der weitere Weg bis nach Oberdollendorf war dann nur noch eine kleine Übung.

Gegen Mittag sind wir dann am Schützenhaus eingetroffen, wo für den gemütlichen Abschluss bereits alles gerichtet war. Leckere Wurst, prima Salate und ein kühles Bier waren dann der Dank des Vereins an alle Mitglieder und Freunde der KG, die teilgenommen haben. Auch unsere Freunde aus Niederdollendorf waren vertreten.

Nach Kaffee und hervorragendem Kuchen – alles von Mitgliedern selbstgebacken - und dem einen und anderen Abschiedsbier ging es dann für alle zufrieden nach Hause.

 

 

 

Dankordensverleihung des FAS

am 19,01.2005

 (Generalanzeiger vom 21.01.2005)

Die Ehefrau macht ihn zum Rheinländer

Der Festausschuss Siebengebirge zeichnet drei verdiente Karnevalisten mit seinem Dankorden aus - Wilfried Menden, Klaus Weber und Hans Daniels leisten in ihren Vereine unverzichtbare treue Dienste

Von Dagny Schwarz

Thomasberg. "Er hat in dieser wenig erfreulichen Zeit niemals verzagt und trotz aller Schwierigkeiten die Flinte niemals ins Korn geworfen, auch wenn ihm manches Mal danach zu Mute gewesen sein mag", heißt es in der Erklärung der KG Fidele Ströpper Römlinghoven.


Rühriges Trio: Festausschuss-Präsident Dieter Wittmann (von links) überreicht die Dankurkunden an die emsigen Karnevalisten Hans Daniels, Wilfried Menden und Klaus Weber. Foto: Frank Homann

Gemeint ist Hans Daniels, Ehrenvorsitzender der Gesellschaft und Träger des Verdienstordens in Gold des Regionalverbandes Rhein-Sieg-Eifel. Seit über 34 Jahren ist er Mitglied der Fidelen Ströpper.

Als er 1994 Vorsitzender wurde, geriet er unerwartet und unverschuldet in eine der schwersten Zeiten der KG, die sie an den Rand der Auflösung führte. Doch die Krise wurde durchgestanden und gemeistert, nicht zuletzt dank seiner Arbeit. Auch als Sitzungsleiter machte er sich verdient.

Aus gesundheitlichen Gründen trat er im vergangenen Jahr schweren Herzens von seinem Amt als Vorsitzender zurück. "Er war zu jeder Zeit ein Mann des Ausgleichs und des möglichst alle Belange berücksichtigenden Kompromisses", heißt es weiter. Damit habe er sich um die Fidelen Ströpper wie um den rheinischen Karneval verdient gemacht.

Und für diese Verdienste erhielt er nun am Mittwochabend im Strücher Saal in Thomasberg auch den Dankorden des Festausschuss Siebengebirge, eines Zusammenschlusses von 35 Karnevalsgesellschaften aus der Region. Er wird jedes Jahr verliehen und für besonderen Einsatz und Engagement für Brauchtum und rheinischen Karneval vergeben.

Neben Hans Daniels kamen zwei weitere Träger dieses Ordens hinzu, nämlich Wilfried Menden von der KG Fidele Freunde Postalia aus der Altstadt sowie Klaus Weber von der Küzengarde Oberdollendorf. Wilfried Menden trat 1966 im Alter von 18 Jahren in die KG ein. Bereits zwei Jahre später übernahm er den Posten des Schriftführers. Seit 1974 war er dann 24 Jahre lang Geschäftsführer.

Seit 1998 ist er nun Schatzmeister, vertritt die Postalia außerdem im Festausschuss Altstadtkarneval. Er trug wesentlich dazu bei, dass die Postalia zu einer Familiengesellschaft wurde und damit auch der Nachwuchs gesichert ist. In diesem Jahr übernahm er darüber hinaus trotz der kurzen und damit anstrengenden Session noch das Amt des Prinzenführers im Dreigestirn der Altstadt. Mit 37 Jahren ununterbrochener Vorstandsarbeit hält Menden in der KG Fidele Freunde Postalia einen Rekord.

Klaus Weber, ursprünglich ein Norddeutscher, trat 1974 in die KG Küzengarde Oberdollendorf ein. Seine rheinische Ehefrau Cilly mag nicht ganz unschuldig daran sein, dass in ihm langsam ein echter Rheinländer heranwuchs. 1978 wurde er Mitglied im Elferrat. Bald jedoch zeigten sich noch andere Talente.

Mit dem "Landarzt", als Müllmann oder Trunkenbold und in vielen weiteren Rollen begeisterte er nicht nur die Mitglieder der eigenen Gesellschaft. Mit Gespür für seine Mitmenschen stellte er verschiedenste Typen dar. Engagiert trat er dabei immer wieder ehrenamtlich etwa für Senioren und in Schulen auf.

Unvergesslich sind für viele auch seine beliebten Rückblicke auf die Session in Reimform. Stets half er gern mit und verbreitete mit seinem Humor gute Laune. 2002 wurde er aufgrund seiner Verdienste in den Senat der Küzengarde berufen. Auch er ist Träger des Verdienstordens des Regionalverbandes Rhein-Sieg-Eifel in Gold.

Aus Anlass der Ordensverleihung gab es ein karnevalistisches Programm, geleitet vom Elferrat der Strücher KG mit seinem Präsidenten Christoph Weinreis. Das Kindertanzcorps der Fidelen Freunde Postalia sowie die Showtanzgruppe der Fidelen Ströpper und das Gardetanzcorps Blau-weiße Flammen Thomasberg traten auf.

Christa Sülzen von der Küzengarde erzählte als "Ene Putzfrau" Interessantes über das männliche Geschlecht. Postalia und Fidele Ströpper präsentierten gemeinsam "Ne Kölsche Schlabberbotz", und sowohl das Dreigestirn der Altstadt als auch das Prinzenpaar von Thomasberg und Heisterbacherrott traten auf - eine bunte Mischung also zu Ehren der drei verdienten Karnevalisten.

 

 

Seniorensitzung 

am 23.01.2005

 (Generalanzeiger vom 25.01.2005)

Auch eine Dreijährige begeistert die Senioren

Gemeinschaftswerk von "Küzengarde", "Fidele Ströpper" und "Me brängen et fädig" für die Senioren aus Niederdollendorf

Von Judith Herber

Niederdollendorf. Zu einem Gemeinschaftswerk machten die drei Karnevalsgesellschaften "Küzengarde", "Fidele Ströpper" und "Mer brängen et fädig" am Sonntagnachmittag die Fastnachtsfeier für die Senioren aus Niederdollendorf, Oberdollendorf und Römlinghoven in der Turnhalle der Longenburgschule.

 

Umjubelter Auftritt: Das Männerballett "Heiße Socke" begeistert die Jecken bei der Seniorensitzung in Niederdollendorf. Foto: Handt

Dabei zeigten sowohl Gäste als auch die eingeladenen Redner, Tänzer und Musiker, dass Karneval ein Fest für alte und junge Narren gleichermaßen ist.

Etwa 150 Senioren nahmen an den langen Tischreihen Platz, um sich das bunt gemischte Programm anzuschauen. Zu Anfang gab es einen Augenschmaus für die Damen: Das Männerballett "Heiße Socke" war zwar nicht vom Mars, aber immerhin aus Neuwied angereist - als Außerirdische kostümiert tanzten die Männer zu den Songs "Major Tom" und "Sternenhimmel".

Jugendlichen Schwung brachte nicht nur deren Kindertanzpaar Patricia Flatt und Sven Reindel, sondern auch das Tanzcorps Grün-Orange der "Fidelen Ströpper" in den Saal. 14 Kinder füllten die Bühne, von denen die Jüngste gerade drei Jahre alt war, sich aber schon mit den anderen zum Biene-Maja-Song drehte.

Die Redner in der Bütt plauderten an diesem Nachmittag vor allem über das Berufsleben. Christa Sülzen erzählte von den Erlebnissen einer Putzfrau, Willi Armbröster von den Erfahrungen eines Gastarbeiters. Klaus Weber kam als Landarzt mit überdimensionaler Fieberkurve sowie Flachmann in der Arzttasche.

Er demonstrierte, wie er seine Patienten, ab und zu auch das liebe Vieh und natürlich immer wieder sich selbst kurierte: "Nach Genuss von Whisky pur, kommt der Magen schnell auf Tour."

Schließlich traten auch die Damen des Tanzcorps Grün-Orange in Aktion. Sie holten sich als Partner Mitglieder der drei Karnevalsgesellschaften auf die Bühne, die sich die Schritte schnell von ihren Vortänzerinnen abschauten. Für die Spenden, die diesen Nachmittag ermöglicht hatten, dankte das Prinzenpaar des Vereins "Freunde und Förderer der Vereine im Veedelszoch Königswinter-Niederdollendorf".

Außerdem verliehen die Hoheiten den anwesenden Stadtverordneten einen Prinzenorden. Den erhielt von Sitzungspräsident Karl Winzen auch Bürgermeister Peter Wirtz für seinen Obolus. Ein ebenso großes Dankeschön ging an die Damen der Karnevalsgesellschaften. Sie bewirteten die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Alleinunterhalter Peter Josef Euskirchen, der die närrische Caféhausmusik geliefert hatte, holte die Frauen mit "Oh, wie seid ihr schön" aus der Küche und auf die Bühne.

 

Gemeinschaftssitzung 

am 29.01.2005

 (Generalanzeiger vom 01.02.2005)

Zwei Vereine teilen sich Stress und Spaß im Karneval

"Me brängen et fädig" und "Küzengarde" feiern in der CJD-Aula Königswinter

Königswinter. (shu) "Liebes karnevalistisches Publikum, herzlich willkommen zur zweiten Gemeinschaftssitzung der Karnevalsgesellschaften Me brängen et fädig und Küzengarde."

Foto: Homann

Fesche Mädels: Die Damenriege der Bad Godesberger Stadtsoldaten tanzt zum Wohlgefallen der beiden Dollendorfer Karnevalsvereine und ihrer Gäste.

Mit diesen Worten eröffnete der Elferrat die Sitzung in der CJD-Aula Königswinter. Der Auftritt dieses Elferrates stand sinnbildlich für das Konzept des Abends: Eine Hälfte des Elferrates repräsentierte die Niederdollendorfer Karnevalsgesellschaft "Me brängen et fädig", die andere Hälfte stellte die Oberdollendorfer "Küzengarde".

Ein gemeinschaftliches Auftreten also, das die beiden Gesellschaften aus gutem Grunde im mittlerweile zweiten Jahr zusammen anpacken. "Jede Karnevalsgesellschaft alleine hatte vorher Probleme, genug Besucher zusammen zu bekommen.

Durch die gemeinsame Organisation und Veranstaltung kommen nun mehr Leute und wir sparen dadurch auch einige Kosten ein", erklärte Bernd Wenzel, Literat der "Küzengarde". Beide Vereine zeigten sich angesichts der über 300 anwesenden Jecken zufrieden mit dem Besucherstrom.

Ein Anreiz für die Karnevalisten war auch das aufgebotene Programm. Willi Armbröster von der KG "Me brängen et fädig" und der Bad Honnefer Bauchredner Roger mit seinem Puppenpartner Kai sorgten etwa für gute Unterhaltung des närrischen Publikums. Neben dem Niederdollendorfer Prinzenpaar Daniel I. und Ulrike I. prägten noch viele weitere bekannte Gesichter die Sitzung.

Mit den Unkeler Ratsherren fand der Abend weit nach Mitternacht seinen Abschluss. Dass auch im kommenden Jahr wieder zusammen geplant wird, steht für die beiden Vereine jetzt schon fest. "Die Veranstaltung ist für beide ein Erfolg. Da wir uns auch als Nachbarn gut verstehen, steht der nächsten Gemeinschaftssitzung nichts im Wege", sagt Rainer vorn Hüls, Literat bei "Me brängen et fädig".

 

Verhaftung 

am 05.02.2005

 (Generalanzeiger vom 07.02.2005)

Von Joscha Duhme

Ein Küsschen stimmt den strengen Richter milde

Die Angeklagten kommen mit der Übernahme der immensen Gerichtskosten noch einmal glimpflich davon - In der Oberdollendorfer Bauernschenke heiligt der gute Zweck die Mittel

Oberdollendorf. Die Narren stürmen in diesen Tagen nicht nur die Rathäuser und beherrschen das Straßenbild. Auch vor dem Gesetz machen sie nicht mehr Halt. In der Oberdollendorfer Bauernschenke erhob sich die KG Küzengarde am Samstag zum Recht sprechenden Organ und lud zahlreiche Dollendorfer auf die Anklagebank, um sie beim traditionellen "Narrengericht" für karnevalistische Vergehen zu bestrafen.

 

Guten Mienen zum "bösen" Spiel machen (von links) Ankläger Karl Winzen, Richter Klaus Weber, Verteidiger Lorenz Blesgen und die Angeklagte Silke Zimmer, die Wirtin der Bauernschenke. Foto: Holger Handt

Richter Klaus Weber, Senator der KG, und Senatspräsident Karl Winzen, der als Ankläger fungierte, nahmen sich in der Gaststätte den Beschuldigten an, zu denen auch Bürgermeister Peter Wirtz und die Landtagsabgeordnete Andrea Milz gehörten. Bevor sie sich dem Richter stellten, ließen sich viele der Angeklagten die Erbsensuppe schmecken, die bei dieser Veranstaltung jedes Jahr gereicht wird.

Dass sie nicht zur Henkersmahlzeit wurde und noch nicht mal im Hals stecken blieb, dafür sorgte ein milder Richter. Klaus Weber verurteilte die "Straftäter" lediglich zur "Übernahme der immensen Gerichtskosten". Die Veranstaltung dient schließlich vor allem zur Belustigung der Narren im Ort. "Wir wollen unser Gehalt nicht durch Nebentätigkeiten aufbessern", meinte Weber. Vielmehr werde das Geld für die jährliche Seniorensitzung und die Besuche der KG im Kindergarten und in der Schule benötigt.

Angesichts eines so guten Zweckes zeigten sich viele der Angeklagten reumütig, so auch Gisela Gärtner. "Viele Jahre hat sie ihr Amt der Bürgermeisterin zur Zufriedenheit der Bevölkerung ausgeübt", lobte Winzen die ehemalige Stellvertreterin von Peter Wirtz, die nach den Kommunalwahlen aus ihrem Amt ausgeschieden war.

Trotz der Lorbeeren zeigte sich der Staatsanwalt allerdings wenig begeistert von Gisela Gärtners Kostüm, das mit einem Hut, einem Schal und einem Orden um den Hals für sein Empfinden zu unkarnevalistisch ausgefallen sei.

Gespannt sein durften daher das Publikum im "Gerichtssaal" und die Angeklagte auf das Urteil von Richter Weber, der kurz zuvor noch angemerkt hatte, dass die Initialen KG auf seinem Richterhut für "Keine Geduld" stünden.

Weil Gisela Gärtner aber geständig war und außerdem vermutete, dass KG viel eher "Küsst gern" heiße, ließ sich auch der scheinbar so strenge Richter erweichen, und die Angeklagte musste lediglich einen geringen Betrag in die Gerichtskasse zahlen. "Ich küsse nur an oberster Stelle", antwortete Gärtner und bützte den Richter.

Nachlese beim Fischessen 

am 08.02.2005

vorgetragen von unserem Senator Klaus Weber :

Küzen - Nachlese zum Fischessen

Inzwischen ist`s so, ein jeder gibt acht,

dass er nur ja nicht`s Verkehrtes gemacht,

sonst kann es passieren, wie Ihr ja schon wisst,

dann steht er hier drin in der teuflischen List`.

Aus Schadenfreude wird gerne gelacht,

doch wird es mir jedes Jahr schwerer gemacht,

kaum eine Blöße nimmt man hier in Kauf,

und dann gibt`s Momente – die schreib ich mir auf

kein Küze wird zu einer Untat verpflichtet,

doch dann wird ihm einfach die Schmach angedichtet !! –

Zuerst aber sprech` ich von ruhigen Zeiten,

man will zwar mit Schwung in den Karneval gleiten,

so bietet sich an, am Elften November,

da wird er gestrickt – der Narren – Kalender !

Man hat diesen Tag auch zum Anlass genommen,

da soll`n die Gardisten die Orden bekommen,

und zwei von den Küzen, das ist heut bekannt,

die wurden zu Senatoren ernannt,

der Axel Mauksch und der Noldens Jupp,

ha`n sich zu brauchbaren Küzen entpuppt,

nun ziert sie ein glänzender Orden am Kragen,

und ha`n auch zu Hause was mehr zu sagen !!

Bei Wenzels Fritz hat man Freude gespürt,

er wurde mit "Last not Least" gekürt

der vereinseigene Orden hat besonderen Wert,

und dreimal "Alaaf" wer mit diesem geehrt !

und wegen der Sorge um jedermanns Bauch,

hat ihn der Müller`s Johannes jetzt auch !

Der eine bemüht sich um Spaß an der Freud,

und bringt bei der Sitzung sein Witz an die Leut`,

und sorgt dann durch schunkeln mit auf und nieder,

dass Fett und Speck verschwind` von de Glieder,

Johannes der "Lausert" , was der Dir verkauft,

das schmeckt auch fantastisch und die Kilos sind drauf ! –

Man spricht auch zu Recht von dem schmackhaften Knüller,

wenn Würstchen, nimm zwei aus dem Laden vom Müller !!

Dann ging es noch weiter mit Ehren und Orden,

zwei Küzen sind damit geadelt worden,

im Bund Deutscher Karneval fand man bestätigt,

dass Billy und Lorenz im Vorstand befähigt,

nach Arbeit und Leistung an ganz vielen Tagen,

den Regionalverbandsorden in Silber zu tragen. –

Wir freuen uns mit Euch, es gibt keinen Zweifel,

am Hals hängt jetzt beiden die "Rhein-Sieg- und Eifel" !

Hoffentlich stört nur das Ordensgewicht,

beim Bücken nach vorwärts den Schatzmeister nicht,

ich sag es nur leise und ohne zu stammeln,

wie soll er sonst wertvolle Leergüter sammeln ?? - -

Überhaupt war der Abend recht festlich gelungen,

es wurd` viel gelacht, getanzt und gesungen,

als Reinigungshausfrau stand Christa im Saal,

schaffte die Poenten mit Witz ohne Zahl,

auch Christel Schute mit Axel trat auf,

die zwei ha`m gesungen, war`n richtig gut drauf,

dann kam Ute Groll mit der Gabel für Mist,

da tobt jeder Saal, egal wo die ist,

ich selber hab auch reichlich Beifall bekommen

und schließlich die halbe Tombola gewonnen ! –

Ach ! - - a propo Klaus, bin noch ganz benommen,

ich sollte mit Küzen nach Thomasberg kommen,

da gäb`s was zu feiern und es wäre ganz nett,

wenn ich und mein Cilly jet mitfahre tät ! –

Wir hatten auch Zeit und für Küzen doch immer,

nur was da passiert – nur ich hatt` kein Schimmer.

Da war ein Programm, an dem ich mich freute,

mit Vorträg und Tanzchor, der Prinz und viel Leute,

bunte Kostüme und dann merk ich erst mal,

da ist eine seltsame Spannung im Saal,

dann trat Dieter Wittmann an ein Mikrophon,

verliest zwei Laudatien recht würdig im Ton,

mit Orden und Urkund` vom Festausschuss,

besiegelt wurd`s dann von Prinzessin mit Kuss,

dann folgte die Dritte, ich träumte noch eben,

wie schön wär es doch – könnste`s auch mal erleben,

im Kreise der Küzen – so malt ich`s mir aus,

da hör ich ein Name – war das Weber und Klaus ? - ?

Es ist doch nicht möglich, und kaum vorbereitet,

wurd` ich halb in Trance auf die Bühne begleitet.

Es war Überraschung, von der ich nicht`s wusste,

zumal auch die Cilly ja Stillschweigen musste,

nun trag ich den Orden für Brauchtumserhaltung,

für heimatlich närrische Karnevalsgestaltung,

ich trag diesen Orden mit Freude und Stolz,

heute und morgen, auch nacht`s , ja was soll`s,

dem Stelter sein Lied mit dem Bär find ich Stuss,

ich hab nämlich auch drei Haare auf der Brust

und außerdem dankbar mit Gruß und Kuss,

den herrlichen Orden vom Festausschuss ! –

tä – tä – tä – tä !!

 

Eine richtig gemütliche Sitzung war das,

was hatten die Senioren mit Winzen ihren Spaß,

bei Kaffee und Kuchen und manch Gläschen Wein,

kam Stimmung und schöne Programmpunkte rein,

die Ströpper und Küzen und Wigge zusammen,

mit ihren erfahrenen Elferratsmannen,

brachten die Jecken vom älteren Semester,

zum Schunkeln und Lachen und dann kam das Beste,

von Römlinghofen die Schautanzgruppe,

eine tolle, beweglich und sportliche Truppe,

holte zum Schluss ihrer Darbietung dann,

so einige Küzen auf die Bühne zum Tanz. –

Jetzt kann ich nur sagen, ich blieb unentdeckt,

ich hatte mich unter den Stühlen versteckt,

geklammert am Tischbein, so lag ich - - der Klaus,

verriegelt, verrammelt und kam nicht mehr raus ! –

Doch alles nicht wichtig, denn dort konnt` ich sehen,

was oben mit Tanzchor und Küzen geschehen,

es war nicht der Axel, der schmiss noch die Beine,

beweglich war Hubert, doch tanzen konnt` keiner,

Theo-Werner verschwand fast im hinteren Gedränge,

der Horst tanzt wie`s scheint nach ganz anderen Klängen,

und Lothar bemüht sich mit Billy im Takt,

dann sah ich den Blesgen, ich wurd` fast beknackt ! –

Der Lör war doch einstmals im Tanzchor der Küzen,

man sollte doch meinen, er hätt`s können müssen,

was der dort bescherte auf offener Bühne,

das sieht man im Schauspiel: "Schuld oder Sühne" ! - -

Er schleuderte Arme und Beine umher,

und ich unter`m Tisch, ich konnte nicht mehr,

er drehte und wand sich – Spagat wurd` versucht,

die Wigge die ha`n ihn für Nächstjahr gebucht !

Die Mühlen in Holland sind müde und lahm,

wenn de siehst was der Lör mit den Beinen so kann !! –

Seniorensitzung, sie war wirklich zum Schießen,

und eigentlich könnt` ich`s Kapitel jetzt schließen,

doch muss man erwähnen, der Karl macht dass Spitze,

er riss manch Senior und Seniorin vom Sitze,

vergaß dann sich selber - - ich verrate es nicht,

om Heimweg da musst`er, kein Kloo war in Sicht - -

wer kennt nicht die Nöte, denn weit ist`s nach Haus,

und halbtrockener Weiswein will unbedingt raus,

zwischen den Orten das einzige Gestrüpp,

das wurde mit allem was rauskam beglückt,

an der Stelle hat man jetzt Ilex gesetzt,

nun Karl gib es zu, hab nicht viel verpetzt !! -

Dann rauschte die Prunksitzung über´s Parkett,

selbst Köln wäre froh, wenn sie so Schönes hätt` ,

sie brachten es fädig, rot – weis – und grün,

zum 2. Mal auf die Bühne zu zieh`n,

was voriges Jahr noch mit Vorsicht begonnen,

ist diese Session noch weit besser gelungen,

es hat sich erwiesen, es braucht auch was Mut,

was "Küzen" und "Wigge" beginnen ist gut,

ist man erst durch, nach der Zweifler Geschrei,

dann kann ich behaupten und bleibe dabei,

die Oben und Unten, die tun sich nicht raufen,

gemeinsam können sie sich sehrgut verkaufen,

es spielt sich auch ein, dieser fröhliche Haufen

und dörfliche Freundschaft, die kann man heut brauchen !! –

Wenn dann noch der Ottmar – und das ohne zu mucken,

erlaubt - -, wir dürften das Hochwasser kucken - -

dann wird Küzes Fritz – da sind wir sehr eigen,

bereitwillig - Kloster Heisterbach zeigen !

Der Abbau der Festhall` ist stressig und zügig,

mitunter ist Arbeit auch manchmal vergnüglich,

es hat sich erwiesen und es wird schon zur Pflicht,

trotz Rheuma und Kopfweh, die brauchen auch mich,

nicht nur die Küzen ha`m Muttern und Schrauben,

der Wigge ihr Bühne, man kann es kaum glauben,

meine Erfahrung war wertvoll und wichtig,

rechtsrum geh`n Schrauben - und linksrum ist richtig ! –

Im Gasthaus "Zur Pumpe", da böte sich an,

die "Rot-weißen" sollten dann Mann für Mann,

nach Abbau und unserer altehrwürdigen Weise,

ein zünftiges "Küzenfrühstück" verspeisen !

Zum Schluss von der Nachlese muss ich noch sagen,

die größte Überraschung nach all diesen Tagen,

war, als wir wieder, wie schon viele Jahre,

am Rosenmontag im "Wiggeland" waren.

Ein Zug mit viel närrischem Volk zog vorbei,

die Stimmung war prächtig mit lautem Geschrei,

Kamelle und Strüßjer war`n reichlich geflogen,

schön Kostümierte, - und der Prinz kam gezogen,

man rieb sich die Augen, sah zwei- dreimal hin,

ja wer steht denn da oben im Festwagen drin ?

Der Rinschede`s Ottmar, er hat`s längst im Blut,

im Prinzenkostüm und mit Feder am Hut,

und seine Prinzessin, sie ha`n mit `ner Schipp,

pfundweise Süßes auf uns Küzen gekippt,

wir hab`n nur gestaunt und bei uns gedacht,

kuck da, jetzt ha`n se uns "fädich" jemacht !! –

Herzlichen Glückwunsch, es war richtig schön,

zufrieden wird`s nun in die Fastenzeit geh`n,

es bleibt die Erinnerung an Frohsinn und Klaaf,

es gibt – ich bin sicher – ein letztes Alaaf,

ich werde als Richter von Küzegard`s Gnaden,

für nächste Verhaftung die Augen auf haben,

die Ohren dazu, also bleibt lieb und brav,

und sage Euch Tschüss und ein

Küze - Alaaf !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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